| Mit falschem Attest in den Urlaub

1,5 Millionen Arbeitnehmer wollen mit vorgetäuschter Krankheit den Winterurlaub verlängern

Lieber auf der Piste sein als am Fließband stehen
Bild: MEV-Verlag, Germany

Rund 1,5 Millionen Arbeitnehmer planen den „Urlaub auf Firmenkosten“ zur kalten Jahreszeit fest ein, fast 2,1 Millionen sind sich noch nicht ganz sicher. Das ergibt eine Umfrage von ab-in-den-urlaub.de. Doch das Blaumachen hat arbeitsrechtliche folgen.

ab-in-den-urlaub.de errechnet durch das Blaumachen einen volkswirtschaftlicher Schaden von etwa 2,4 Milliarden Euro. Vor allem die kürzeren Ausfallzeiten von bis zu einer Woche sind beliebt: 4,2 % aller Befragten, das sind hochgerechnet rund 1,2 Millionen Arbeitnehmer, planen diesen Zeitraum um sich krankschreiben zu lassen.

Der Plan, sich den Winterurlaub durch vorgetäuschte Krankheiten zu verlängern ist in den Bildungsschichten unterschiedlich ausgeprägt: Besonders beliebt scheint das „Blaumachen“ bei Arbeitnehmern mit Abitur zu sein. Hier wollen sich 45,7 % ungerechtfertigt krank melden. Bei den Berufstätigen mit Realschulabschluss sind es nur noch 38,3 %, mit Volkshochschulabschluss sind es nur 37,6 %, die sich im Winter krank melden, so die Umfrage von ab-in-den-urlaub.de

Link zu den kompletten Umfrageergebnissen: Zur Umfrage

"Blaumachen" bleibt nicht ohne arbeitsrechtliche Konsequenzen

Durch eine vorgetäuschte Krankheit den Urlaub verlängern ist rechtlich gesehen kein Kavaliersdelikt. Arbeitgeber könenn sich wehren:

In unseren Beiträgen:

"Zweifel an bestehender Arbeitsunfähigkeit" und

"Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers: Beweislast und Aufklärung in Zweifelsfällen"

haben wir das Thema und Tipps zum Vorgehen für Sie aufbereitet.

Schlagworte zum Thema:  Kündigung, Entgeltfortzahlung

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