Bundestag debattiert über "Elterngeld Plus"
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Eltern künftig bis zu 28 Monate lang Elterngeld beziehen können, wenn sie nach der Geburt eines Kindes Teilzeit arbeiten. Es diene auch den Unternehmen, wenn gut ausgebildete Frauen in Teilzeit frühzeitiger in den Beruf zurückkommen könnten, sagte Bundesfamilienministerin Schwesig bei der ersten Lesung des Gesetzentwurfes im Bundestag.
Gegen kritische Stimmen wehrte sich Schwesig zuvor im ARD-Morgenmagazin. Es sei ein wichtiger Schritt zur besseren Vereinbarung von Beruf und Familie, sagte sie. Viele Frauen hätten den Wunsch, früher in den Job zurückzukehren. Männer hingegen würden gerne mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen.
Kritik: Elterngeld plus nicht ausreichend
Zuvor hatte bereits die familienpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Franziska Brantner, in der "Berliner Zeitung" kritisiert, das sogenannte Elterngeld Plus sei nicht ausreichend. Es mache keinerlei Unterschied, ob auf eine halbe Stelle reduziert werde oder nur um eine Stunde pro Tag, sagte sie.
Auch an der Idee einer "Familienarbeitszeit", bei der beide Elternteile ihre Arbeitszeit reduzieren, will Bundesfamilienministerin Schwesig festhalten. "Die 32-Stunden-Woche ist da ein Rechenmodell", sagte sie "Spiegel Online".
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