Bis zu 5500 Euro Unterschied bei Beamtenbesoldung
Die unterschiedliche Besoldung reicht vom Lehrer über den Polizisten bis zum Gerichtsvollzieher, berichtet die «Süddeutsche Zeitung» unter Berufung auf den neuen Besoldungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Demnach könnten die Unterschiede in der Besoldung in einer Gehaltsgruppe jährlich bis zu 5500 Euro betragen.
Beamte werden nicht nach Tarifverträgen bezahlt. Seit 2006 können die Länder ebenso wie der Bund entscheiden, ob und wie sie die Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst für die eigenen Beamten übernehmen. Außerdem dürfen sie seit 2002 bestimmen, ob sie Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld voll auszahlen, streichen oder kürzen.
Seitdem habe es «tiefe Einschnitte gegeben», zitiert die «Süddeutsche Zeitung» aus dem DGB-Bericht. Die Länder nützten ihren rechtlichen Spielraum, um einen besonderen Beitrag der Beamten für die Sanierung der Haushalte abzuschöpfen.
Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack verlangt deshalb, den Leitsatz «Gleicher Lohn für gleiche Arbeit» auch für die Beamten der Länder wieder einzuführen. «Die Kassenlage darf nicht über Einkommen und Qualität des öffentlichen Dienstes vor Ort entscheiden», sagte sie dem Blatt.
Auch der Chef des Beamtenbunds, Klaus Dauderstädt, forderte, die Landesbeamten bundesweit einheitlich zu vergüten. Die Föderalisierung bei der Besoldung habe «zu großem Frust bei den Betroffenen geführt und gefährdet die gleichbleibend hohe Qualität öffentlicher Dienstleistungen in der Fläche».
-
Jahressonderzahlung nach TVöD und TV-L
9281
-
Besoldungsanpassung für Landesbeamte: Das planen die Bundesländer
608
-
Lohnpfändung bei Überlassung eines Dienstwagens
158
-
Stufenzuordnung nach TV-L bei Einstellung: Anerkennung von Berufserfahrung
144
-
Keine Kürzung des Leistungsentgelts wegen Arbeitsunfähigkeit
80
-
Beschäftigte in Hamburg erhalten eine Zulage
76
-
Weitere Tarifeinigungen im öffentlichen Personennahverkehr
67
-
Stufenlaufzeit bei Korrektur einer Eingruppierung
66
-
Ungenutztes Potenzial gegen Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst
64
-
Eingruppierung einer medizinischen Fachangestellten
63
-
Besoldungsanpassung für Landesbeamte: Das planen die Bundesländer
08.06.2026
-
Rückforderung gezahlter Zulagen von städtischem Leichenfahrer unzulässig
27.05.2026
-
Eingruppierung eines Beschäftigten als Gruppenleiter in einer großen Serviceeinheit
19.05.2026
-
Weitere Tarifeinigungen im öffentlichen Personennahverkehr
28.04.2026
-
Beamtenbund fordert Entlastungsprämie auch für den öffentlichen Dienst
16.04.2026
-
Beschäftigte in Hamburg erhalten eine Zulage
25.03.2026
-
Berliner Hochschulen fordern Finanzierung der Hauptstadtzulage
09.03.2026
-
Amtsgerichtsdirektor mit Besoldungsklage erfolglos
10.02.2026
-
Eingruppierung einer medizinischen Fachangestellten
05.02.2026
-
Beschäftigte der Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin bekommen Hauptstadtzulage
19.01.2026