Runder Tisch: Serielles, modulares und systemisches Bauen

Bezahlbarer Wohnraum wird dringend benötigt. Serielle, modulare und systemische Bauweisen zeigen Lösungswege auf. Ein Runder Tisch bringt Fachleute zusammen, um Maßnahmen zur Stärkung dieser Bauweisen zu erarbeiten. Erste Ergebnisse liegen nun vor.

Bereits die Baukostensenkungskommission wies 2014 auf die Potenziale industriellen Bauens zur Kostensenkung hin, konstatierte aber zugleich fehlende Marktvoraussetzungen. Dabei blicken diese Bauweisen auf eine wechselvolle Geschichte zurück: In den 1920er und 1930er Jahren entstanden viele seriell gebaute Siedlungen, wie die Siedlung von Bruno Taut in Berlin, die positiv beurteilt wurden und heute zum Weltkulturerbe gehören.

Die Großsiedlungen der 1960er bis 1980er Jahre – in Ostdeutschland die sogenannten Plattenbausiedlungen – wurden zunächst als moderner Wohnraum begrüßt, dann jedoch wegen ihrer monotonen Gebäudestruktur, technisch-baulicher Mängel und sozialer Problemlagen zunehmend kritisch bewertet. Ende der 1990er Jahre führte der Rückgang der Bevölkerungszahlen zu Entdichtung und Rückbau vieler Siedlungen insbesondere in den schrumpfenden Regionen Ostdeutschlands. Das serielle Bauen für den Mehrfamilienhausbau geriet in Vergessenheit.

Der Blick auf diese Bauweisen hat sich gewand...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift Die Wohnungswirtschaft.
DW Die Wohnungswirtschaft 4/2026

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