Fördergelder: Angebot der KfW für kleine Unternehmen

Unternehmen wollen oder müssen investieren, um zukunftsfähig zu bleiben oder zu werden. Neben der Beantwortung der Frage, ob sich eine Investition lohnt, muss geklärt werden, woher das Geld für die Investition oder für Produktentwicklungen kommen soll. Ein guter Ansprechpartner ist die KfW, die maßgeschneiderte Programme und Förderangebote gerade für kleine Betriebe bereitstellt.

Zahlreiche attraktive Fördermöglichkeiten für den Mittelstand

Es gibt viele Programme, mit denen die KfW Unternehmen unterstützt. Beispielsweise, wenn eine Gründung ansteht oder eine Nachfolge. Außerdem, wenn der Geschäftsbetrieb ausgebaut oder neue Produkte entwickelt werden sollen. Auch für die Expansion ins Ausland finden sich Fördermöglichkeiten. Das Förderangebot für den Mittelstand kann auf der Einstiegsseite nachgelesen werden. Hier kann zunächst die entsprechende Förderung ausgewählt werden. Die KfW stellt eine übersichtliche Konditionenübersicht auf ihrer Website zur Verfügung.

Hausbankprinzip beachten – Überzeugungsarbeit leisten

In der Regel gilt das Hausbankprinzip. Das bedeutet für Unternehmer, dass sie mit ihrem Vorhaben zunächst ihre Bank überzeugen müssen; der direkte Antragsweg zur KfW ist versperrt (mögliche Ausnahme: Informationseinholung vorab beim jeweiligen Ansprechpartner, auch wenn die KfW das gerne an die Bank „zurückdelegiert“). Außerdem dürfen Vorhaben i. d. R. nicht begonnen werden, bevor eine Zustimmung der KfW vorliegt. Ansonsten besteht kein Recht auf Fördergelder. Unternehmen sind also gezwungen, weiter mit ihrer Bank zusammen zu arbeiten. Und diese haben oft weniger Interesse daran, die KfW als möglichen Partner zu nennen. Es kann daher notwendig sein, bei seiner Bank darauf zu bestehen, dass in jedem Fall Fördermittel oder –kredite der KfW in Anspruch genommen werden sollen.

Förderkredite lohnen sich für Unternehmen fast immer

Für Unternehmer lohnt sich die Mühe und Zusatzarbeit fast immer. Die Zinskonditionen sind oft günstiger als bei der Hausbank (wenn auch nur geringfügig, aktuell beginnen die Zinssätze bei rund 1 %, je nach Programm und abhängig von der Bonitätseinstufung eines Unternehmens). Es gibt noch weitere Vorteile: Beispielsweise können Laufzeiten bis 20 Jahre gewählt werden und fast immer gibt es tilgungsfreie Jahre, was die Liquidität schont. Auch besteht die Möglichkeit, Tilgungen nur je Quartal zu leisten. Nicht zuletzt ist es möglich, die Kredite frühzeitig zurückzuzahlen, wenn eine Entschädigung gezahlt wird. Darüber hinaus müssen weniger Sicherheiten bereitgestellt werden und Firmen reduzieren ihre Abhängigkeit von der Hausbank.

Praxis-Tipp: Bankübliche Unterlagen bereithalten

Um einen Förderkredit zu erhalten, sind im Kern die gleichen Dokumente notwendig, wie bei der Beantragung eines Bankkredits, z.B. eine Beschreibung mit Wirtschaftlichkeitsrechnung des Vorhabens, private Steuerunterlagen und geschäftliche Jahresabschlüsse der letzten 2-3 Jahre, wichtige Kennzahlen, Unternehmensplanungen, Unterlagen zur Organisation des Betriebes, zur Qualifikation der Mitarbeiter, eine Übersicht freier Sicherheiten oder Abweichungsanalysen.

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