Küting/Weber, Handbuch der ... / 1. Sicherungsnehmer
 

Rn. 77

Stand: EL 27 – ET: 04/2018

Der Sicherungsnehmer emittiert ein verzinsliches Finanzinstrument (Schuldverschreibung, Schuldscheindarlehen), das bei Fälligkeit nur dann zum Nennwert getilgt wird, falls das vereinbarte Kreditereignis beim Referenzaktivum nicht eintritt.

Der Sicherungsnehmer hat die CLN i. H. des Erfüllungsbetrags als (verbriefte) Verbindlichkeit zu passivieren. Ein Agio bzw. Disagio ist nach den allg. Grundsätzen abzubilden.

Der eingebettete CDS ist entsprechend der für die Bilanzierung von CDS beim Sicherungsnehmer geltenden Regeln abzubilden (vgl. HdR-E, Kap 7, Rn. 69, 73ff.).

Die laufenden Zinszahlungen sind insoweit im Zinsergebnis auszuweisen, als sie auf das Basisinstrument entfallen (vgl. IDW RS BFA 1 (2015), Rn. 32, 38); zum BilSt ist ggf. eine Zinsabgrenzung vorzunehmen.

Das Prämienentgelt ist in Abhängigkeit davon, ob es sich beim Sicherungsnehmer um ein sog. freistehendes Kreditderivat (vgl. HdR-E, Kap 7, Rn. 69) oder um eine erhaltene Kreditsicherheit (vgl. HdR-E, Kap 7, Rn. 73ff.) handelt, nach den hierfür jeweils geltenden Regeln abzubilden (vgl. IDW RS BFA 1 (2015), Rn. 32; Auerbach/Klotzbach (2015), S. 401).

Wird die CLN wie eine erhaltene Kreditsicherheit bilanziert, ist die aufgrund des Eintritts des vertraglich vereinbarten Kreditereignisses i. R.d. Tilgung resultierende Differenz zwischen Nominalbetrag und tatsächlichem Erfüllungsbetrag (Rückzahlungsbetrag) in dem GuV-Posten auszuweisen, in dem auch die aufgrund des eingetretenen Kreditereignisses vorzunehmende Wertkorrektur für den abgesicherten VG gezeigt wird.

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