Wird eine Körperschaft aufgespalten oder wird Vermögen einer Körperschaft abgespalten, geht deren Gewerbeverlust nicht auf die übernehmenden Gesellschaften über.[1] Überträgt eine AG ihr operatives Geschäft im Wege der Ausgliederung nach § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG auf eine KG, geht ein gewerbesteuerlicher Verlustvortrag der AG jedenfalls dann nicht auf die KG über, wenn sich die AG fortan nicht nur auf die Verwaltung der Mitunternehmerstellung bei der KG beschränkt.[2] Bei Realteilung einer Personengesellschaft ist der Abzug des vorgetragenen Fehlbetrags nur anteilig zulässig, soweit der Fehlbetrag dem aus der Realteilung jeweils hervorgegangenen Betrieb nach § 10a Sätze 4 und 5 GewStG zuzurechnen und auch tatsächlich zuzuordnen war. Bei mehrstöckigen Personengesellschaften sind nicht die Gesellschafter, sondern ist die jeweilige Obergesellschaft als solche Gesellschafterin der Untergesellschaft.[3] Geht das Vermögen einer Oberpersonengesellschaft im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf einen ihrer Gesellschafter über, so bedingt dies bei der Unterpersonengesellschaft einen anteiligen Wegfall des Verlustabzugs nach § 10a GewStG.[4] Wird die Obergesellschaft formwechselnd in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt, bleibt der Verlustabzug nach § 10a GewStG bei der Untergesellschaft unberührt.[5]

In Verschmelzungsfällen ist der Verlustabzug bei der Untergesellschaft um den Betrag zu kürzen, der auf die Obergesellschaft entfällt, auch wenn an beiden Gesellschaften dieselben Gesellschafter beteiligt sind. Entsprechendes gilt bei Anwachsung der Anteile.[6]

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