Verluste bei der Einkommens... / 8.3 Zusammenveranlagung

Bei Zusammenveranlagung können Ehegatten oder Lebenspartner den Verlustabzug auch für Verluste derjenigen VZ geltend machen, in denen sie einzeln veranlagt worden sind.[1]  Für VZ ab 2013 gilt, dass ein Ehegatte oder Lebenspartner auch Verluste aus VZ geltend machen kann, in denen die Ehegatten oder Lebenspartner getrennt oder besonders[2] veranlagt worden sind. Dabei ist unerheblich, welcher der beiden Ehegatten oder Lebenspartner die negativen Einkünfte oder die Verluste erzielt hat.[3]

Bei der Zusammenveranlagung werden Verluste des einen Ehegatten oder Lebenspartners aus Einkunftsarten oder -quellen, die besonderen Verrechnungsbeschränkungen unterliegen, wie z. B. aus gewerblicher Tierzucht oder aus Termingeschäften, mit Gewinnen des anderen Ehegatten oder Lebenspartners aus der nämlichen Einkunftsart oder -quelle ausgeglichen und von solchen Gewinnen auch abgezogen.[4]

Wollen Ehegatten oder Lebenspartner ganz oder teilweise auf die Durchführung des Verlustrücktrags verzichten, ist der Antrag desjenigen Ehegatten oder Lebenspartners maßgebend, der den betreffenden Verlust erlitten bzw. die negativen Einkünfte erzielt hat.[5]

Berechnung des verbleibenden Verlustvortrags:

  1. Schritt: Verlustausgleich innerhalb der Einkünfte des jeweiligen Ehegatten oder Lebenspartners.
  2. Schritt: Ein danach verbleibender negativer Betrag ist mit dem verbleibenden positiven Betrag des anderen Ehegatten oder Lebenspartners auszugleichen.
  3. Schritt: Bei verbleibendem negativem GdE Verlustrücktrag in den vorangegangenen VZ.
  4. Schritt: Der danach verbleibende Betrag geht in den festzustellenden verbleibenden Verlustvortrag ein.

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