Auch private Vermögensgegenstände können steuerlich relevant sein und damit ihre Veräußerung der Einkommensteuer unterliegen. Dies gilt insbesondere für:

  • die Veräußerung von Wertpapieren und anderen Kapitalanlagen i. S. d. § 20 Abs. 2 EStG. Durch das UntStRefG 2008 wurde dieser Besteuerungsbereich umfangreich ausgebaut und damit die Erträge – unabhängig von einer Haltedauer der Anlage – den Einkünften aus Kapitalvermögen zugeordnet.
  • Dementsprechend hat sich der ­Anwendungsbereich der privaten Veräußerungsgeschäfte i. S. d. § 23 EStG – die sog. Spekulationsgeschäfte – reduziert. Hierunter fallen Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte. Auch die Veräußerung anderer Wirtschaftsgüter (z. B. Pkw, Münzen) sind steuerlich relevant, ausgenommen hat der Gesetzgeber aber Gegenstände des täglichen Gebrauchs.
  • Eine Besonderheit stellen Inhaberschuldverschreibungen auf Gold dar. Soweit diese einen Anspruch auf Lieferung von Gold beinhalten, ist keine Einlösung einer Kapitalforderung und damit kein privates Veräußerungsgeschäft gegeben.[1]

    Voraussetzung für eine Steuerpflicht ist, dass zwischen Anschaffung und Veräußerung ein bestimmter Zeitraum nicht überschritten wird. Diese sog. Spekulationsfrist beträgt bei Grundstücken 10 Jahre und bei anderen Wirtschaftsgütern 1 Jahr.[2]

Der Gewinn oder Verlust aus derartigen Geschäften wird dadurch ermittelt, dass dem Veräußerungspreis die Anschaffungskosten sowie die bei der Veräußerung entstandenen Werbungskosten gegenübergestellt und ggf. eine steuerliche AfA hinzugerechnet wird.[3]

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