Umsatzsteuer, Wechsel der S... / 4.1.3 Besonderheiten bei Bauträgern

Bauträger, die ausschließlich eigene Grundstücke bebauen, um sie zu verkaufen, führen eine Grundstückslieferung aus. Konsequenz ist, dass bei den Bauleistungen, die in diesem Zusammenhang an Bauträger erbracht werden, grundsätzlich kein Wechsel der Steuerschuld stattfindet. D. h., ein Wechsel der Steuerschuldnerschaft kann nur aufgrund anderer Sachverhalte eintreten, nicht aber aufgrund von Bauleistungen.

Dies gilt selbst dann, wenn der Kaufvertrag des Bauträgers mit dem Kunden bereits zu einem Zeitpunkt geschlossen wurde, in dem der Kunde noch Einfluss auf die Bauausführung und Baugestaltung (unabhängig vom Umfang) nehmen konnte. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser Umsatz steuerpflichtig ist oder unter die Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 9 Buchst. a UStG fällt. Bei Bauträgern, die sowohl Umsätze erbringen, die unter das GrEStG fallen, als auch Bauleistungen im Sinne von § 13b Abs. 2 Nr. 4 Satz 1 UStG, z. B. als Generalunternehmer, sind die allgemeinen Grundsätze anzuwenden.

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