Steuerliche Beurteilung von... / 2.1 Gesetzliche Regelung

Einnahmen aus nebenberuflichen Tätigkeiten im Dienst oder Auftrag einer inländischen juristischen Person des öffentlichen Rechts oder einer unter § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG fallenden steuerlich gemeinnützigen Einrichtung sind bis zur Höhe von insgesamt 720 EUR im Jahr steuerfrei.[1] Die Finanzverwaltung hat sich in einem umfangreichen Schreiben zu der Vorschrift geäußert.[2]

Mit dem Freibetrag wird pauschal der Aufwand, der den nebenberuflich tätigen Personen durch ihre Beschäftigung entsteht, abgegolten. Es sollen vor allem ehrenamtliche Engagements für Vereine und karitative Organisationen steuerlich gefördert werden. Grundvoraussetzung für die Anwendung des § 3 Nr. 26a EStG ist eine "nebenberufliche" Tätigkeit. Wer bereits als Teilzeit- oder Vollzeitkraft beim Verein angestellt ist, kann diesen zusätzlichen Ehrenamtsfreibetrag nicht beanspruchen. Für das Merkmal "nebenberuflich" ist auf die Rechtsprechung zu § 3 Nr. 26 EStG zu verweisen.[3] Danach darf die Tätigkeit vom zeitlichen Umfang her nicht mehr als 1/3 der Tätigkeit ausmachen, die ein denselben Beruf ausübender Vollerwerbstätiger zu erbringen hat.

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