Bereits mit dem Dritten Corona-Steuerhilfegesetz v. 10.3.2021 (BGBl 2021 I S. 330) wurde der steuerliche Verlustrücktrag auf 10 Mio. EUR (bzw. bei Zusammenveranlagung auf 20 Mio. EUR) für die VZ ab 2020 erweitert. Mit dem Vierten Corona-Steuerhilfegesetz v. 19.6.2022 (BGBl 2022 I S. 911) wurde die erhöhte Verlustverrechnung auf die VZ 2022 und 2023 erstreckt (§§ 10d Abs. 1, 52 Abs. 18b Satz 2 EStG).

 
Hinweis

Ab dem VZ 2024 gelten wieder die früheren Höchstgrenzen von 1 Mio. EUR bzw. 2 Mio. EUR (§ 52 Abs. 18b Satz 3 EStG).

Ab dem VZ 2022 wurde dauerhaft der Verlustrücktragszeitraum auf zwei Jahre ausgeweitet (§ 10d Abs. 1 Satz 2 EStG). Der Rücktrag erfolgt zunächst wie bisher in den unmittelbar vorangegangenen VZ. Sollte ein Ausgleich der negativen Einkünfte in diesem VZ nicht oder nur teilweise möglich sein, erfolgt der Rücktrag insoweit in den zweiten dem Verlustentstehungsjahr vorangegangenen VZ. Mit Wirkung ab dem VZ 2022 wurde das bislang gem. § 10d Abs. 1 Satz 5 und 6 EStG bestehende Wahlrecht zur teilweisen Anwendung des Verlustrücktrags eingeschränkt. Der Steuerpflichtige kann sich nur noch insgesamt gegen die Anwendung des Verlustrücktrags – zugunsten des Verlustvortrags (§ 10d Abs. 2 EStG) – entscheiden (§ 10d Abs. 1 Satz 6 EStG).

 
Hinweis

Die Erweiterung des Verlustrücktrags gem. § 10d Abs. 1 EStG gilt auch für die Körperschaftsteuer (§ 8 Abs. 1 KStG). Keine Verbesserung wurde mit dem Vierten Corona-Steuerhilfegesetz dagegen bei der gewerbesteuerlichen Verlustverrechnung erreicht. Hier bleibt es dabei, dass § 10a Satz 1 GewStG keine Möglichkeit des Verlustrücktrags vorsieht.

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