Im Jahr 2020 beschäftigt Herr Huber seinen Ehegatten im Rahmen eines Minijobs. Er zahlt ihm einen monatlichen Arbeitslohn von 450 EUR. Die Abrechnung sieht wie folgt aus:

 
Arbeitslohn des Ehegatten 450,00 EUR
pauschale Rentenversicherung 15 % = 67,50 EUR
pauschale Krankenversicherung 13 % = 58,50 EUR
pauschaler Steuerabzug 2 % = 9,00 EUR
Umlage U 1 (1,00 % seit dem 1.10.2020, vorher 0,90 %) 4,50 EUR
Umlage U 2 (0,38 % seit dem 1.10.2020, vorher 0,19 %) 1,71 EUR
Insolvenzgeldumlage 0,12  % 0,54 EUR
Die Gesamtbelastung beträgt 591,75 EUR
 
Arbeitslohn des Ehegatten 450,00 EUR
Arbeitnehmeranteil Rentenversicherung (3,6 %) - 16,20 EUR
Auszahlung an den Ehegatten 433,80 EUR

Buchungsvorschlag:

 
Konto SKR 03/04 Soll Kontenbezeichnung Betrag Konto SKR 03/04 Haben Kontenbezeichnung Betrag

4195/

6040
Löhne für Minijobs 433,80

1200/

1800
Bank 433,80
 
Konto SKR 03/04 Soll Kontenbezeichnung Betrag Konto SKR 03/04 Haben Kontenbezeichnung Betrag

4130/

6110
Gesetzliche soziale Aufwendungen 148,95      

4199/

6040
Pauschale Steuer für Aushilfen 9,00

1200/

1800
Bank 157,95

Abb. 1: Wann liegt ein Minijob vor?[1]

Es liegt ein Minijob vor, wenn der regelmäßige Arbeitslohn im Monat nicht mehr als 450 EUR beträgt.[2] Die Dauer der täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Arbeitszeit spielt grundsätzlich keine Rolle. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass der Mindestlohn nicht unterschritten werden darf.

Übersicht: Pauschale Abgaben bei einem Minijob 2020

 
  Minijobs im betrieblichen Bereich Minijobs in Privathaushalten
monatliche Mindestbeitragsbemessungsgrundlage 175 EUR 175 EUR
Pauschalbeiträge zur Rentenversicherung (RV) 15 % 5 %
Pauschalbeiträge zur Krankenversicherung (KV) 13 % 5 %
Pauschale Lohnsteuer*) 2 % 2 %
Aufstockung durch den Arbeitnehmer bis zum vollen Beitragssatz auf 18,6 % 3,6 % 13,6 %
Umlage 1 (U1) bei Krankheit **) 1,0 % 0,9 %
Umlage 2 (U2) für Schwangerschaft/Mutterschaft (seit 1.10.2020) 0,38  % 0,19 %
Insolvenzgeldumlage 0,12 % keine
Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung Individueller Beitrag an den zuständigen Unfallversicherungsträger 1,6 %

*) einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer

**) Bei einer Beschäftigungsdauer von mehr als 4 Wochen; dafür kann der Arbeitgeber aber auch Erstattungsansprüche gegenüber der Minijobzentrale geltend machen

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