Die ertragsteuerliche Abgrenzung richtet sich im Wesentlichen nach den Grundsätzen der Finanzverwaltung.[1]

Die ertragsteuerliche Zurechnung des Grund und Bodens wird wie folgt vorgenommen:

  1. Bei Finanzierungs-Leasingverträgen ohne Kauf- oder Verlängerungsoption und Finanzierungs-Leasingverträgen mit Mietverlängerungsoption ist der Grund und Boden grds. dem Leasinggeber zuzurechnen;
  2. bei Finanzierungs-Leasingverträgen mit Kaufoption dagegen regelmäßig dem Leasingnehmer, wenn ihm auch das Gebäude zugerechnet wird. Das gilt auch in den Fällen des Spezial-Leasings.

Für die Zurechnung der Gebäude gilt Folgendes:

  • Ist die Grundmietzeit kürzer als 40 % oder länger als 90 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Gebäudes, ist das Gebäude regelmäßig dem Leasingnehmer zuzurechnen.
  • Beträgt die Grundmietzeit mindestens 40 % und höchstens 90 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, ist bei Verträgen ohne Kauf- oder Mietverlängerungsoption das Gebäude regelmäßig dem Leasinggeber zuzurechnen.
  • Bei Finanzierungs-Leasingverträgen mit Kaufoption kann das Gebäude regelmäßig nur dann dem Leasinggeber zugerechnet werden, wenn die Kaufoption zu einem marktgerechten Preis oder die Mietverlängerungsoption zu mehr als 75 % der üblichen Miete ausgesprochen wird. Bei einem nicht marktgerechten Preis bzw. einer Mietverlängerungsoption zu höchstens 75 % der Miete wird das Gebäude dem Leasingnehmer zugerechnet.
  • Bei Spezial-Leasingverträgen ist das Gebäude stets dem Leasingnehmer zuzurechnen.

Umsatzsteuerlich erfolgt die Abgrenzung zwischen Lieferung und sonstiger Leistung auch beim Immmobilienleasing nach den unter Tz. 4.2 dargestellten Grundsätzen.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Finance Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Finance Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge