Latente Steuern bei Persone... / 4.2 Ergänzungsbilanzen

Mehrheitlich wird der Einbezug von Ergänzungsbilanzen für die Abgrenzung von latenten Steuern auf Ebene der Personengesellschaft befürwortet. Begründet wird dies damit, dass Ergänzungsbilanzen Einfluss nehmen auf den steuerlich abzugsfähigen Betrag eines Vermögenswerts. Würde der handelsrechtliche Buchwertansatz nur dem steuerlichen ohne Berücksichtigung der Ergänzungsbilanz gegenübergestellt werden, wäre die Darstellung der Vermögenslage unzutreffend und verzerrt. Da die Ergebnisse der Ergänzungsbilanzen auch bei der Ermittlung der Gewerbesteuer zu berücksichtigen sind, wären alle Ergänzungsbilanzen damit auch bei der Abgrenzung der latenten Steuern für gewerbesteuerliche Zwecke miteinzubeziehen.

Werden Anteile an einer Personengesellschaft durch eine Kapitalgesellschaft oder durch eine nur mittelbar beteiligte natürliche Person veräußert, ist der hieraus entstehende Veräußerungsgewinn gewerbesteuerpflichtig.[1] Auf Ebene der Personengesellschaft entsteht ein Gewerbesteueraufwand, dem jedoch ergebniswirksame auf abzugsfähig temporäre Differenzen bestehende latente Steuern gegenüberstehen. Durch die Weiterentwicklung der Ergänzungsbilanz in den Folgejahren sind auch die latenten Steuern von Jahr zu Jahr erfolgswirksam anzupassen.

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