Folgende beispielhaft aufgeführten Wirtschaftsgüter können als geringwertige Wirtschaftsgüter behandelt werden, wenn ihre Anschaffungs- oder Herstellungskosten 410 EUR (bzw. 800 EUR ab 2018) nicht übersteigen.[1] Bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als 150 EUR bis einschließlich 1.000 EUR können diese dem Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG zugeführt worden. Ab 2018 gilt dies für Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 250 EUR und 1000 EUR. Die zugeführten Beträge sind über 5 Jahre gleichmäßig gewinnmindernd aufzulösen.

  • Automaten, auch wenn sie in einer Vielzahl als Verkaufsautomaten beschafft und aufgestellt werden.[2]
  • Autotelefone, auch wenn sie nachträglich in die Fahrzeuge eingebaut werden.[3]
  • Beleuchtungsanlagen in Schaufenstern, wenn sie speziell für diesen Zweck angefertigt wurden.[4]
  • Bestecke in Hotels, Gaststätten und Kantinen, auch wenn sie als Erstausstattung angeschafft werden.[5]
  • Bettwäsche in Hotels, Krankenhäusern u. Ä.[6]
  • Bilder als Teil der Ausstattung von Büros, Gaststätten oder Hotels.[7]
  • Bücher als Teil der Erstausstattung der Bibliothek eines Rechtsanwalts[8], als Bestandteile einer Leih- oder Fachbücherei[9] oder als Einzelband einer gebundenen Zeitschriftensammlung[10], nicht jedoch auch einzeln käufliche Bücher eines mehrbändigen Gesamtwerks.[11]
  • Bügelpaletten zur Lagerung von Massengütern.[12]
  • Datenträger jeder Art, z. B. Disketten, Magnetbänder, CD-ROM, DVD, ohne Datenbestände.[13]
  • Druckwalzen für Tapetendruckmaschinen.[14]
  • Einbaumöbel, auch Teile eines Typenprogramms, wenn sie gesondert aufgestellt werden können.[15]
  • Einrichtungsgegenstände, auch Teile einer in einheitlichem Stil gehaltenen Gesamteinrichtung, auch als Erstausstattung, z. B. in Läden, Werkstätten, Büros, Hotels, Gaststätten und Ferienwohnungen und -häusern.[16]
  • Fässer, auch wenn sie anderen Betrieben zur Nutzung überlassen werden.[17]
  • Flachpaletten zum Transport und zur Lagerung von Waren.[18]
  • Flaschen im Mehrwegsystem.[19]
  • Frisierstühle als Teil der Einrichtung eines Frisiersalons.[20]
  • Gaststätteneinrichtung s. Einrichtungsgegenstände.
  • Gemälde als Teil der Ausstattung von Büros, Hotels oder Gaststätten.[21]
  • Geschirrteile in Hotels und Gaststätten, auch im Rahmen der Erstausstattung.[22]
  • Hotel- und Gaststätteneinrichtung s. Einrichtungsgegenstände, Bestecke, Bettwäsche und Geschirrteile.
  • Instrumente eines Arztes, auch als Grundausstattung oder als Einzelteile eines Notfallkoffers.[23]
  • Kaffee- und Teeautomaten, auch in einer Vielzahl und in Kombination.[24]
  • Kisten, z. B. Transportkisten, auch wenn sie an andere zur Nutzung überlassen werden.[25]
  • Küchenanbaumöbel, auch wenn sie zu einem Küchenblock zusammengestellt werden[26] oder Teile einer Musterküche eines Möbelhändlers sind.[27]
  • Kunstgegenstände als Teil der Ausstattung von Büros, Hotels oder Gaststätten.[28]
  • Lampen, soweit sie selbstständige Wirtschaftsgüter sind, wie z. B. Steh-, Tisch- und Hängelampen.[29]
  • Leergut (z. B. Fässer, Kisten, Flaschen und Säcke)[30]
  • Legehennen in einem Eier erzeugenden Betrieb, nicht dagegen Masthennen, die zur Schlachtung oder zum Verkauf bestimmt sind.[31]
  • Messgeräte, wenn sie nicht fest eingebaut sind.[32]
  • Möbel s. Einrichtungsgegenstände.
  • Müllbehälter, auch sog. Systemsammelbehälter eines Müllabfuhrunternehmens.[33]
  • Musterbücher und -kollektionen, z. B. im Tapeten- und Buchhandel.[34]
  • Notfallkoffer s. Instrumente eines Arztes.
  • Paletten.[35]
  • Pfandflaschen in der Getränkeindustrie.[36]
  • Regale aus genormten Teilen, soweit sie nicht eine Einheit bilden.[37]
  • Ruhebänke als Werbeträger.[38]
  • Schallplatten, CDs[39]DVDs und ähnliche Medien.
  • Teile von Schreibtischkombinationen, wenn eine technische Abstimmung und Verbindung fehlt.[40]
  • Schriftenminima in einer Druckerei.[41]
  • Schuhleisten, auch beim Erwerb einer kompletten Werkstatt, wenn sie im Rahmen des Gesamtkaufpreises einen selbstständigen Wert besitzen.[42]
  • Spezialwerkzeuge s. Werkzeuge.
  • Spinnkannen in einer Weberei.[43]
  • Stahlmöbel, auch wenn sie serienmäßig hergestellt sind.[44]
  • Straßenleuchten, auch wenn sie in großer Zahl an das Stromversorgungsnetz angeschlossen sind.[45]
  • Spezialbeleuchtungsanlage in einem Schaufenster.[46]
  • Systemmüllbehälter s. Müllbehälter.
  • Tapetenbücher s. Musterbücher.
  • Tonbänder und Kassetten.[47]
  • Transportkästen und -kisten, z. B. in einer Weberei zum Transport von Garnen oder in einem Fischereibetrieb.[48]
  • Transportwagen in der Trocknungsanlage einer Ziegelei.[49]
  • Trivialprogramme (Computerprogramme, deren Anschaffungskosten nicht mehr als 410 EUR bzw. 800 EUR betragen).[50]
  • Unterlagbretter in der Beton-Elementefertigung.[51]
  • Videokassetten und DVDs.[52]
  • Wäsche in Hotels s. Bettwäsche.
  • Werkzeuge in einer Kfz-Werkstatt, auch als Teil der Erstausstattung einschließlich der Spezialwerkzeuge bei Übernahme der Werksvertretung einer bestimmten Automarke.[53]
  • Zeitschriften s. Bücher.
[1] Vgl. auch Rosarius, in Investitionsförderung Handbuch, Bonn, Loseblatt, Fach 3; Rosarius, in AfA-Lexikon, I. Hauptteil, Bonn, Loseblatt.
[2] FG Thüringen, Urte...

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