Forderungsmanagement: Der r... / 2.4.3.2 Einsicht in die Insolvenzakte

Die Einsicht in die konkrete Insolvenzakte des Schuldners kann für den Gläubiger wichtig sein, um zu erkennen, ob es sinnvoll ist, einen Kostenvorschuss zu zahlen, um damit die Abweisung mangels Masse zu verhindern (§ 26 InsO), ob er als Gläubiger in einem eröffneten Insolvenzverfahren überhaupt mit der Befriedigung seiner Ansprüche rechnen kann etc., zur Überprüfung der Hintergründe der Insolvenz, zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen.[1] Die Rechtsgrundlage für die Akteneinsicht im laufenden Insolvenzverfahren ist § 299 ZPO.[2] Diese Vorschrift regelt die Akteneinsicht im Zivilprozess und ist gemäß § 4 InsO im Insolvenzverfahren analog anwendbar. Viele Gerichte verweigern die Übergabe der Originalakte an sich. Man sollte dann – kostenpflichtige – Kopien anfordern.[3] Gegen die Versagung der Akteneinsicht gem. § 299 ZPO ist die sofortige Beschwerde statthaft.[4]

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