Die Gewinnanteile an Aktiengesellschaften werden i. d. R. als Dividenden bezeichnet. Die Dividende ist der auf die einzelne Aktie entfallende Gewinnanteil, deren Höhe im Rahmen der Hauptversammlung der AG (nach Vorschlag durch den Vorstand) festgelegt wird. Die Dividendenauszahlung erfolgt gegen Vorlage des Dividendenscheins. Der Dividendenschein wird durch die ­Depotbank eingereicht, wenn sich die Aktien in Sammelverwahrung oder Sonderverwahrung befinden. Der Aktionär kann diesen ggf. aber auch selbst direkt bei einer Bank einlösen (Tafelgeschäft).

Die Dividende setzt sich aus dem Auszahlungsbetrag und den einbehaltenen Steuern (Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag sowie ggf. Kirchensteuer und ausländische Steuern) zusammen.

 
Hinweis

Sachausschüttung

Erhält der Aktionär einer ausländischen AG anlässlich des Verkaufs von Anteilen an einer ebenfalls ausländischen Konzerngesellschaft als Beteiligung am Verkaufserlös Anteile an der verkauften Gesellschaft und eine Barausschüttung, sind nach Auffassung des FG Münster der Börsenwert der Anteile und die Barausschüttung beim Aktionär als Einkünfte i. S. d. § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG steuerpflichtig.[1]

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