Um realistische THG-Reduktionsziele auf Unternehmensebene festzulegen und Fortschritte zu messen, benötigen Unternehmen umfassende physikalische und monetäre Daten.[1] Zur Erhebung physikalischer Daten können bestehende interne Quellen aus unterschiedlichen Fachbereichen herangezogen werden. Die Buchhaltung etwa erfasst meist detaillierte Daten über den Energieverbrauch des Unternehmens in Scope 1 und 2, welche unabhängig vom Carbon Accounting in die Aufstellung der Betriebskosten einfließen.[2]

Ein weiteres Beispiel für die Erhebung physikalischer kohlenstoffbezogener Daten ist der Kilometerstand des Fuhrparks, der sich leicht in das Volumen der THG-Emissionen für einen bestimmten Zeitraum umrechnen lässt. Solche Informationen werden in der Regel im ERP-System des Unternehmens gespeichert. Diese physikalischen Informationen bilden die tatsächliche Unternehmensleistung in Bezug auf Kohlenstoffneutralität ab und werden anschließend in monetäre Größen als Basis für Kostenrechnung, Planung und Ressourcenallokation umgewandelt. Beispielsweise erfordert die Reduktion von THG-Emissionen in der Regel Investitionen (bspw. in Technologie, Öko-Strom, Aus- und Weiterbildung), weshalb die tatsächliche Reduktion meist in direktem Zusammenhang mit dem Investitionsvolumen und demnach monetären Größen steht.[3]

[1] Vgl. Csutora/Harangozo, 2017, 459ff.
[2] Vgl. Burritt et al., 2011, 86f.
[3] Vgl. Burritt et al., 2011, 86f.

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