Konzernabschlussanalyse nac... / 5.2.2 Dynamische Liquiditätsanalyse
 

Rz. 48

Während bei der statischen Liquiditätsanalyse die Vermögens- und Kapitalstruktur am Bilanzstichtag analysiert wird, wird bei der dynamischen Liquiditätsanalyse versucht, aus den Zahlungsströmen der Vergangenheit eine Prognose auf Zahlungsströme in der Zukunft herzuleiten. Hierbei wird, wie in Abb. 1 dargestellt, die Cashflow-Analyse eingesetzt. Die Praxis benutzt den Begriff "Cashflow" häufig für eine Kennzahl, die den in der Periode aus eigener Kraft erwirtschafteten Überschuss der Einzahlungen über die Auszahlungen, die aus der laufenden Betriebstätigkeit resultieren, ausdrückt. Durch die Eliminierung aller zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge stellt der Cashflow den Innenfinanzierungsspielraum dar (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Sinne des DRS 21/IAS 7). Die Cashflow-Rechnung nach DRS 21 besteht wie auch nach IAS 7 aus je einer Cashflow-Größe für die laufende Geschäftstätigkeit, die Investitionstätigkeit sowie die Finanzierungstätigkeit.

 

Rz. 49

Verfälschungen bei der Berechnung ergeben sich grundsätzlich durch eine Veränderung des Konsolidierungskreises (vor allem im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung und bei der Entkonsolidierung) oder bei einem unterjährigen Erwerb, deren Auswirkungen von einem externen Bilanzanalysten aufgrund nicht hinreichender Anhangangaben im HGB-Konzernabschluss nicht gegriffen werden können.

 

Rz. 50

Schwierig ist ebenfalls eine Analyse des Cashflows, wenn assoziierte Unternehmen einbezogen werden, da deren Ergebnisse zahlungswirksame und zahlungsunwirksame Bestandteile haben. Aus Vereinfachungsgründen sollten Ergebnisse von assoziierten Unternehmen als zahlungsunwirksam angesehen werden.

Daher sollten die pflichtgemäß angegebenen Cashflowgrößen lediglich bezüglich der Frage der Zuordnung der Zins- und Steuerzahlungen aufbereitet, ansonsten aber aus dem Konzernabschlüssen nach HGB und IFRS übernommen werden.

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