Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / XI. Anteilsbasierte Vergütungen (Abschnitt 26)
 

Tz. 151

Stand: EL 28 – ET: 03/2016

Die Regelungen zu anteilsbasierten Vergütungen entsprechen im Grundsatz IFRS 2. Eine Erleichterung besteht jedoch bei der Behandlung von anteilsbasierten Vergütungstransaktionen mit Erfüllungswahlrecht bei der Gegenpartei. Abweichend von IFRS 2.35 ff. sind diese nach IFRS für KMU 26.15 wie eine anteilsbasierte Vergütungstransaktion mit Barausgleich zu behandeln, es sei denn, die Gesellschaft hat in der Vergangenheit derartige Vergütungstransaktionen durch die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten beglichen oder das Wahlrecht, die Transaktion durch Barmittel glattzustellen, hat keine wesentliche Bedeutung. Darüber hinaus ergibt sich eine Erleichterung in Bezug auf anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente. IFRS für KMU 26.10 f. sieht hier eine Vereinfachung bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für die Eigenkapitalinstrumente vor. Sofern kein beobachtbarer Marktpreis vorhanden ist und auch nicht auf sonstige Informationen, beispielsweise kürzlich durchgeführte Transaktionen mit Eigenkapitalinstrumenten, zurückgegriffen werden kann, ist eine Bewertungsmethode heranzuziehen, die auf einer Schätzung über mögliche Preise für derartige Instrumente beruht. Gem. IFRS für KMU 26.10 (c) kann hierbei auf die bestmögliche Einschätzung des Managements zurückgegriffen werden. Eine derartige Vorgehensweise ist nach IFRS 2 nicht vorgesehen.

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