Jörg Baetge/Peter Wollmert/... / 1. Anforderungen aus Sicht der Finanzanalyse
 

Tz. 101

Stand: EL 38 – ET: 6/2019

Im Falle von Unternehmen, die unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen anbieten und/oder in verschiedenen Ländern tätig sind, lassen sich die jeweiligen spezifischen Rentabilitäten, Wachstumsaussichten und Risiken der verschiedenen Geschäftsfelder und Regionen aus den hoch verdichteten Daten des Konzernabschlusses nicht ableiten.

 

Tz. 102

Stand: EL 38 – ET: 6/2019

Die Disaggregation der Konzernabschlussdaten im Hinblick auf die unterschiedlichen Tätigkeitsgebiete sowie Regionen ist Gegenstand der Segmentberichter­stattung (ausführlich zur Segmentberichterstattung vgl. Knobling, DK 2010, S. 101–111). Die analytische Relevanz der Segmentberichterstattung resultiert insbesondere daraus, dass sie ua. die Quellen der Umsätze und Ergebnisse des Konzerns verdeutlicht. Darüber hinaus verbessern entsprechend segmentierte Cashflows die Möglichkeiten einer Abschätzung der künftigen Liquiditätsentwicklung. Gleichzeitig bildet die Segmentberichterstattung die Basis für die Bestimmung entsprechend segmentbezogener Sensitivitäten.

Aus Sicht der Finanzanalyse ist dabei eine gleichgewichtige Berichterstattung sowohl zu den verschiedenen Tätigkeitsbereichen als auch zu den verschiedenen geografischen Regionen, in denen das Unternehmen tätig ist, von Interesse. Dies gilt insbesondere dann, wenn die zuvor genannten Bereiche deutlich unterschiedliche Chancen und Risiken aufweisen.

 

Tz. 103

Stand: EL 38 – ET: 6/2019

Im Hinblick auf die Segmentabgrenzung präferiert die Finanzanalyse eine Vereinheitlichung des externen und internen Berichtswesens. Der wesentliche Vorteil dieser Vorgehensweise besteht darin, dass hierdurch die Entscheidungen des Managements mit ihren Auswirkungen auf die künftige Erfolgs- und Finanzlage unmittelbar sichtbar werden. Die unternehmensindividuelle Ausrichtung auf Basis des Management Approach schränkt allerdings die zwischenbetriebliche Vergleichbarkeit der Segmentberichterstattung ein.

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