11.03.2015 | Top-Thema Unternehmenssteuerung mit Kennzahlen: „Eine gute Kennzahl zieht Maßnahmen nach sich.“

Kommunikation von Kennzahlen

Kapitel
Bild: Haufe Online Redaktion

Kennzahlen müssen nicht nur errechnet, sondern auch kommuniziert werden. Nach dem Motto "Weniger ist oft mehr" empfiehlt Dr. Eiselmayer eine Selbstbeschränkung nach dem One-Page-only-Prinzip.

Was empfehlen Sie zur Präsentation von Kennzahlen?
Klaus Eiselmayer:
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Eine Ampel ist einfach zu verstehen, die Informationsdichte ist aber viel zu gering. Ein Mensch kann viel mehr erfassen und deuten, wenn es entsprechend präsentiert wird. Eine rote Ampel beim Umsatz kann bedeuten, dass wir 10 % oder 50 % unter dem Vergleichswert liefern. Eine Grafik zeigt mir die Monatsumsätze der letzten 36 Monate und der kommenden 24 als Forecast. Die Budgetwerte und Abweichungen sind in derselben Darstellung unterzubringen und ein Trend ist in Sekunden erfasst.

Wenn der Controller noch einen Aussagetitel dazu fügt, wird es richtig gut.

Wie viele Kennzahlen verträgt ein Manager? Gibt es da auch eine Faustregel?
Klaus Eiselmayer: Faustregeln reichen von 3 über 5 bis 7. Positive Erfahrungen mit der Balanced Scorecard haben gezeigt, dass der Umfang von 4 (Perspektiven) mal jeweils 5 Kennzahlen, also 20 Kennzahlen, gut zu erfassen ist und ein ausgewogenes Bild zeichnen kann.
Daneben hat sich das Prinzip One Page Only bewährt. Wenn auf einer Seite inhaltsdichte Grafiken gezeigt werden, wie zuvor geschildert, dann reden wir vielleicht immer noch von 5-7 Zahlen, aufgrund der Zeitreihen sind es aber sehr viele Einzelwerte, die dargestellt und problemlos verdaut werden.

Vielen Dank für das anregende Gespräch!

Schlagworte zum Thema:  Kennzahl, Präsentation, Management Reporting, KPI (Key Performance Indicator)

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