Planungsfachkonferenz 2025

KI trifft auf Planung – Wie schnell wird die Planung mit KI besser?


Serienelemente
Planung – Wie schnell wird die Planung mit KI besser?

Die 27. Planungsfachkonferenz von Horváth am 04. Dezember 2025 in Köln stieß erneut auf großes Interesse bei Fach- und Führungskräften aus Controlling, Finance, Strategie und IT. Unter dem Leitthema „KI trifft auf Planung – Wie schnell wird die Planung mit KI besser?“ diskutierten rund 200 Teilnehmende, wie Künstliche Intelligenz die Unternehmensplanung bereits heute verändert – und wo aktuell noch ihre Grenzen liegen. 

Im Fokus der Konferenz standen effiziente und flexible Planungsprozesse, der zunehmende Automatisierungsgrad durch moderne Planungstools sowie die Frage, welche zusätzlichen Potenziale sich durch den Einsatz von KI erschließen lassen. Über die Highlights der Veranstaltung berichten wir in einer neuen Serie.

In einem spannenden Impuls zum Einstieg gab Dominik Klehr (Horváth) einen Überblick über aktuelle KI-Use-Cases in der Planung – darunter Predictive Forecasting – und skizzierte zugleich zukünftige Entwicklungen, etwa im Kontext „Agentic AI“.

Hohe Effizienz und Flexibilität durch treiberbasierte Szenario Simulation

Bereits im ersten Praxisvortrag präsentierten Ralf Ostermann und Malte Horstmannshoff von Sartorius eindrucksvoll, wie ein datengetriebener, schlanker und effizienter Forecasting-Prozess mit Valsight realisiert werden kann. Durch die konsequente Fokussierung auf wesentliche Werttreiber und die Einbindung von KI konnten Reaktionszeiten signifikant verkürzt und subjektive Einschätzungen reduziert werden.

Ruth Schilling und Daniel Sommer von Uniper Global Commodities fokussierten sich auf die mittel- bis langfristige Perspektive. Dabei wird die treiberbasierte Planung in der SAP Analytics Cloud genutzt, um die Unternehmensstrategie zu validieren, strategische Initiativen zu integrieren und deren Auswirkungen auf die finanzielle Entwicklung zu bewerten.

Auch im Vortrag von Asmus Angelkort (Fresenius Medical Care) wurde eine effiziente, treiber-basierte Planung demonstriert. Als zentrale Erfolgsfaktoren wurden insbesondere Harmonisierung und Simplifizierung hervorgehoben, die eine klare Konzentration auf die relevanten Treiber ermöglichen. Gleichzeitig erlaubt ein automatisierter Breakdown in Anaplan weiterhin Analysen und Validierungen auf granularer Ebene, was die Grundlage für eine integrierte Planung darstellt.

Effizienzsteigerung durch die Integration der Planungsinstrumente

Im Vortrag von CLAAS verdeutlichten Larisa Braun und Dr. Christian Rose, dass Planung ganzheitlich gedacht werden muss. Sie erläuterten, wie die Herausforderungen der VUCA-Welt sowie der Matrix-Reorganisation durch eine innovative Neugestaltung der Planungsinstrumente erfolgreich gemeistert wurden.

Fabian Ipsa (Georg Fischer) und Dirk Böckmann (Virtivity) fokussierten sich auf die Weiterentwicklung der ganzheitlichen Planung zu einer umfassenden CFO Performance Management Suite. Dabei lag der Fokus auf der ganzheitlichen Transformation der Planungsinstrumente in einer integrierten Planungsplattform.

Modernisierung der Systemlandschaft

Wie eine moderne und integrierte Planungsplattform umgesetzt werden kann, präsentierten Matthias Bär (Bistum Limburg) und Dr. Michael Schönherr (Horváth). Durch den Einsatz von SAP Analytics Cloud und Datasphere („Seemless Planning“) konnte eine zielgerichtete Ressourcensteuerung etabliert werden.

Martin Momberg und Petra Geschonke von der DHL Group demonstrierten, wie sich auch komplexe Konzernanforderungen im Rahmen eines übergreifenden Target Settings effizient und skalierbar in einem modernen Planungstool wie IBM TM1 umsetzen lassen.

Alle vorgestellten Weiterentwicklungen und Lösungen beinhalteten ein modernes Planungstool. Die Konferenz verdeutlichte damit einmal mehr: Ohne eine professionelle Tool-Unterstützung sind moderne Planungen nur schwer realisierbar. Auf der Konferenz konnte man sich auch von verschiedenen Tools einen Eindruck verschaffen: Anaplan, Apollo (IBM-Technologie), SAP, Virtivity und Valsight.

Fazit: Die Planung wird schneller und fokussierter – auch durch KI

Die Planungsfachkonferenz 2025 zeigte eindrucksvoll, dass KI in der Planung keine Zukunftsmusik mehr ist, sondern bereits heute messbaren Mehrwert liefern kann. Verschiedene Praxisbeispiele machten deutlich, wie Unternehmen moderne Planungsansätze & -Tools sowie KI gezielt einsetzen können, um die Planung schneller, robuster und entscheidungsrelevanter zu gestalten.

Nahezu alle Referenten präsentierten Live-Demos oder zumindest Einblicke in ihre Tool-Anwendungen. Die Teilnehmer nahmen zahlreiche konkrete Impulse mit, wie sie ihre Planungslösungen optimieren sowie KI schrittweise und sinnvoll in ihren eigenen Planungsprozessen verankern können.

Die einzelnen Vorträge werden in den kommenden Wochen in dieser Serie vertieft vorgestellt.

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Der Referent: Prof. Dr. Mischa Seiter

Inhalte des Online-Seminars

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