Mit seiner Arbeit „Business Intelligence bei Bayer: Verbesserung der Entscheidungsfindung im Management und Stärkung des Controllings” gewinnt Gero Hippke den ICV Controlling-Nachwuchspreis 2018. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Controlling Competence Stuttgart am 22.11.2018. Auch die zwei weiteren Finalisten stellen hervorragende Lösungen vor.

Große Bandbreite bei Themen und einreichenden Hochschulen

Verliehen wurde der ICV Controlling-Nachwuchspreis in diesem Jahr im Rahmen der „Controlling Competence Stuttgart – CCS 2018“ am 22. November. Einleitend zur Preisverleihung übernahm Dr. Walter Schmidt, Executive Adviser des ICV-Vorstands und Jury-Mitglied, die Laudatio. Er berichtete von einer großen Bandbreite der 14 eingereichten Arbeiten – von klassischen Controlling-Instrumenten wie der Kostenrechnung und der Budgetierung über das Risikomanagement und Nachhaltigkeitscontrolling bis zu Rollenmodellen im Controlling. Auch die einreichenden Institutionen bilden die gesamte Bandbreite des Hochschulspektrums aus allen Ländern der D-A-C-H-Region ab. „Das spricht für eine breite Akzeptanz des Preises in der Hochschullandschaft”, schlussfolgerte Dr. Walter Schmidt,

Der mit 4.050 Euro dotierte und von Haufe und Haufe Akademie gesponserte Preis würdigt exzellente Nachwuchsarbeiten im Controlling mit dem Ziel, den akademischen Controllernachwuchs zu fördern sowie innovative und praktikable Ideen von der Hochschule in die Controllingpraxis zu transferieren und somit einer breiten Controllerschaft zugänglich zu machen. Zu den Kriterien für die Preisvergabe gehören praktische Relevanz, direkte Umsetzbarkeit, aber auch der Innovationsgrad des vorgestellten Konzepts. Unabdingbar ist dabei die Konformität der Arbeiten bzw. ihre kritische Diskussion zu den Grundsatzpositionen des ICV.

3. Platz: Risikocontrolling mit der stochastichen Szenarioplanung

Dominik Große von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Titel seiner Masterarbeit: „Stochastische Szenarioplanung als risiko-orientierte Planungsmethode des Controllings – Potenziale und Herausforderungen”. Betreut wurde er von Prof. Dr. Dr. (habil.) Wolfgang Becker. Den Fokus hat Dominik Große auf eine Planungsmethode gelegt, die der zunehmenden Unsicherheit gezielt Rechnung tragen kann. Mit den stochastischen Szenarioplanungen werden statistisch bewertete Risiken in den Planungsprozess integriert und die Zukunft durch einen risikoadjustierten Entwicklungskorridor illustriert. Dr. Walter Schmidt würdigte die Arbeit von Große mit einem Zitat des griechischen Politikers und Feldherrn Perikles: „Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf die Zukunft vorbereitet zu sein” – „und dazu leistet Ihre Masterarbeit einen wertvollen Beitrag!”, lobte Dr. Schmidt den Drittplatzierten.

Ute Schröder von den Controlling-Benchmark-Zirkeln, ebenfalls Jurorin, stellte anschließend die weiteren Platzierten und den Sieger vor:

2. Platz: Nutzen und Hindernisse von Robotic Process Automation im Finance-Bereich

Kathrin Hermann von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart. Titel ihrer Bachelorarbeit: “Concept of the Application of Digitalization Tools in the Finance Function – using the example of Robotic Process Automation at MANN + HUMMEL Group”. Betreut wurde Kathrin Hermann von Prof. Dr. Roman Stoi. Die „Robotic Process Automation” (RPA) wird in allen Finanzfunktionen Einzug halten, so der Tenor der Arbeit. Im Rahmen der Arbeit analysiert sie nicht nur Nutzen und Möglichkeiten dieser Entwicklung, sondern setzt sich auch mit der Fragestellung auseinander, welche Hindernisse es zu überwinden gilt und inwiefern sich das Rollenbild des Controllers dafür verändern muss – hin zum IT-Architekten und Data-Scientist. „Kathrin Hermann setzt sich nicht nur mit einem hochaktuellen und spannenden Thema auseinander. Sie wagt auch den ersten Schritt in die Praxis. Darum geht es uns auch im ICV: Theorie und Praxis, Fachwissen und Fachkönnen zueinander zu bringen. Deshalb gratulieren wir Ihnen besonders zu Ihrer vorgelegten Bachelorarbeit und freuen uns schon auf Ihre Masterarbeit”, gab Schröder der Zweitplatzierten im Rahmen der Preisverleihung mit auf den Weg.

Platz 1: Verbesserung der Entscheidungsfindung bei Bayer durch Business Intelligence

Sieger des ICV Controlling-Nachwuchspreises 2018 ist Gero Hippke von der WHU – Otto Beisheim School of Management. Der Titel seiner Arbeit lautet „Business Intelligence bei Bayer: Verbesserung der Entscheidungsfindung im Management und Stärkung des Controllings”. Betreut wurde er von Prof. Dr. Utz Schäffer.

Ute Schröder betonte, dass es Gero Hippke gelungen sei, die Kernthemen und steuerungsrelevanten Bereiche im Controlling abzudecken: Informationen bereitstellen und Forecasting mit dem Ziel, noch bessere Entscheidungen zu treffen. Der Preisträger habe diesen Prozess der automatisierten Business-Intelligence-Lösung am Beispiel der Bayer AG dargelegt. Dabei gehen die Prinzipien einer solchen „Agile BI“ über den Bereich der Software hinaus mit dem Ziel, generell operative und organisatorische Agilität zu erreichen, um flexibel, effizient und schnell im Markt agieren zu können. „Das Thema ist aktuell, interessant und in zahlreichen Unternehmen derzeit ein brandheißes Thema”, fasst Ute Schröder zusammen, und: „Die Herausforderungen und wichtigen Schritte bei der Einführung von agilen BI-Systemen und -Tools hat Herr Hippke gut veranschaulicht, von der Konsolidierung über die IT-Systeme bis hin zum Cultural Management.“

Auch 2019 wird der ICV Controlling-Nachwuchspreis verliehen. Prämiert werden Masterarbeiten oder herausragende Bachelorarbeiten, die sowohl Controlling-Innovationen als auch klassische Controlling-Themen in der Anwendung thematisieren. Details und Ausschreibungsunterlagen finden Interessenten auf der Webseite des ICV unter Verein > Awards.

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