16.09.2013 | Datensicherheit

Sicherheitsrisiken durch Home-Office werden oft unterschätzt

Für die Arbeit im Home-Office sollte es klare Richtlinie geben.
Bild: Haufe Online Redaktion

Jeder dritte Arbeitnehmer arbeitet mehrmals pro Woche im Home-Office. Allerdings vernachlässigen viele Unternehmen das Risiko für ihre Daten, das durch unsachgemäßen Umgang mit den Informationen bei der Arbeit im Home-Office entsteht.

Deutliche Defizite im Hinblick auf Datenschutz und Datensicherheit im Home-Office hat jetzt eine Studie des IT-Dienstleisters Iron Mountain festgestellt. Demnach nutzen beispielsweise 60 Prozent der deutschen Angestellten ihr  privates E-Mail-Konto auch für geschäftliche Belange. 35 Prozent lassen Arbeitsdokumente zu Hause liegen und 21 Prozent entsorgen Geschäftsdokumente im Hausabfall. Risiken drohen auch durch die Nutzung ungesicherter WLAN-Zugänge sowie die Arbeit an öffentlichen Internet-Zugangspunkten.

Sicherheit scheitert oft an unzureichende Ausstattung

Der Studie zufolge arbeitet jeder dritte Arbeitnehmer mindestens zwei Mal pro Woche von zu Hause. Allerdings haben nur 25 Prozent der Unternehmen Regeln aufgestellt, welche Dokumente dabei aus dem Büro mitgenommen werden dürfen und welche nicht. In 73 Prozent der Unternehmen fehlt es an generellen Regeln für die Arbeit im Home-Office. Als weitere Schwachstelle macht die Studie Mängel bei der IT-Infrastruktur aus. So stellen 54 Prozent der Unternehmen keine angemessenen IT-Geräte zur Verfügung, 67 Prozent können keinen sicheren Zugang zum Intranet (z. B. über VPN) bieten.

Dringender Verbesserungsbedarf

Nach Ansicht von Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer von Iron Mountain, sollten Unternehmen unbedingt Maßnahmen ergreifen, um das Arbeiten im Home-Office bzw. den Fernzugriff sicherer zu gestalten. Neben der IT sollte dabei aber auch die Sicherheit der Informationen auf Papier nicht vernachlässigt werden. So sollten die Unternehmen

  • klare und praxisorientierte Richtlinien für die Arbeit im Home-Office aufstellen,

  • Dokumente kennzeichnen, die die Arbeitsstätte nicht verlassen dürfen,

  • Mitarbeiter regelmäßig über die Richtlinien informieren und entsprechend fortbilden,

  • ausreichende IT-Infrastrukturen  und

  • sichere Zugänge zum Unternehmensnetzwerk zur Verfügung stellen.

Schlagworte zum Thema:  Datensicherheit, Datenschutz, Homeoffice

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