22.06.2016 | Neuer Berufszweig?

Wie interne Ermittler Complianceverstöße untersuchen

Alltag bei internen Ermittlern: Akten wälzen
Bild: Haufe Online Redaktion

Oberstes Gebot: Complianceverstöße verhindern. Doch ist das Kind in den Brunnen gefallen, müssen Unternehmen herausfinden, wer, was, wann gemacht hat. Unternehmen greifen dafür neuerdings auf interne Ermittler zurück.

Wenn ein Verdacht aufkommt, dass das eigene Unternehmen bei Steuerhinterziehung, Geldwäsche oder Terrorfinanzierung mit drin steckt, müssen Chefs wissen, mit wem sie sich eingelassen haben - know your customer heißt das im Fachjargon, wie Hendrik Widuwilt in seinem Beitrag Ermittler in Unternehmen - Jäger des verschwundenen Geldes auf faz.net schreibt.

Neuer Berufszweig? Wie interne Ermittler Compliance-Verstöße untersuchen

"Interviews, Aktenauswertungen, Hintergrundrecherchen, aber bei Bedarf auch Observationen" sind der "Werkzeugkoffer des Ermittlers" wird Sebastian Okada zitiert, Leiter für Ermittlungen beim Corporate Trust in München.

Doch wie wird man eigentlich interner Ermittler in Unternehmen? "Ein Informatik- und Wirtschaftsstudium würden helfen, aber es gebe inzwischen auch spezielle Weiterbildungen zum Certified fraud examiner“, betont Ralf Neese vom deutschen Ableger des Berufsverbandes "Association of Certified Fraud Examiners (ACFE)".

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Schlagworte zum Thema:  Complianceverstoß, Ermittlungen, Ermittlungsverfahren

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