Bei Rot heißt es handeln
Bei dem Schnelltest müssen nur 7 Fragen beantwortet werden. Nach der Auswertung ist mit Hilfe der Ampeldiagnose sofort der Zustand im Betrieb sichtbar. Bei Rot ist höchste Zeit zum Handeln. Wie das aussehen kann, wird auch kurz gesagt. Außerdem wird auf weitere Informationen verwiesen.
Schnelltest zu Zwangshaltungen am Arbeitsplatz.
Click to tweet
Zwangshaltungen gibt es an jedem Arbeitsplatz
Bei den Fragen geht es konkret um Zwangshaltungen, aber auch darum, ob die Arbeitsplätze gut und ergonomisch gestaltet sind. Zwangshaltungen sind Tätigkeiten mit ungünstigen Körperhaltungen, bei denen ein Positionswechsel nicht möglich ist. Solche Haltungen kennt jeder von der Arbeit. Denn das kann langes Sitzen am Schreibtisch oder im LKW ebenso sein, wie Arbeiten in der Hocke etwa als Installateur oder auf den Knien als Bodenleger. Gefährlich wird es, wenn diese Haltungen zu oft und zu lange eingenommen werden müssen.
Mit dem Schnelltest lassen sich krankheitsbedingte Arbeitsausfälle vermeiden
Die unnatürliche, krampfhafte Körperhaltung verursacht Schmerzen, Verspannungen und Durchblutungsstörungen. Auf Dauer kann es zu Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) kommen. Kommt es zu krankheitsbedingten Arbeitsausfällen, ist dies vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) oft eine Belastung für den Betrieb. Der Schnelltest ist deshalb als Selbstbewertungsinstrument für KMU entwickelt worden.
So lässt sich mit Zwangshaltungen umgehen
Rund um den Test gibt es einige Tipps, wie ein Unternehmen mit dem Thema Zwangshaltungen umgehen kann. Dazu gehören u. a. folgende Empfehlungen:
- Analysieren Sie, an welchen Arbeitsplätzen bzw. bei welchen Tätigkeiten eine ungünstige Körperhaltung eingenommen werden muss.
- Unterweisen Sie die Beschäftigten zu möglichen Gefährdungen durch eine häufige oder dauerhafte Zwangshaltung.
- Motivieren Sie zu einem gesundheitsgerechten Verhalten, etwa durch regelmäßige Pausen bzw. Haltungs- und Positionswechsel.
- Optimieren Sie die Arbeitsplätze nach ergonomischen Aspekten.
- Lassen Sie sich bei der Analyse z. B. durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit unterstützen.
Mehr zum Thema Ergonomie am Arbeitsplatz
Arbeitgeber ist für ergonomische Arbeitsplätze verantwortlich
-
Bildschirmbrille: Fragen und Antworten
1.475
-
Wiedereingliederung - was ist zu beachten?
5421
-
ISO 3941:2026: Neue Brandklasse L für Lithium-Brände
401
-
Arbeitsmedizinische Vorsorge: Pflicht oder freiwillig?
387
-
Arbeitsstättenverordnung: Wann ist ein Pausenraum Pflicht?
234
-
Drei-Schicht-System: Grundlagen, Funktionsweise und Arbeitsschutz
176
-
Erfolgreich BEM-Gespräche führen
158
-
Was tun, wenn der Frosch nicht verschwinden will
154
-
Ist der Arbeitgeber zur Getränkeversorgung am Arbeitsplatz verpflichtet – wenn ja, wann?
138
-
Gefahr durch Epoxidharz wird unterschätzt
128
-
Wie Schichtarbeit und Schlafmangel das Long Covid-Risiko erhöhen
02.10.2026
-
Jährlich 600 Euro pro Beschäftigten steuerfrei für die betriebliche Gesundheitsförderung - was Unternehmen wissen müssen
01.10.2026
-
Betrieblicher Hitzeschutz: fit für kommende Sommer
30.09.2026
-
KI revolutioniert die Schichtplanung: Effizienz trifft Zufriedenheit
29.09.2026
-
Arbeitsunfälle 2025 auf neuem Tiefstand – jedoch mehr Wegeunfälle
25.09.2026
-
Aachener Modell: Gewaltprävention im Betrieb
24.09.2026
-
DGUV-Information zu gesunden Schulen: Belastungsmanagement in schwierigen Zeiten
22.09.2026
-
Gesund arbeiten im Hochbau: Mit "KlimaResist“ gegen Hitze und Extremwetter
27.08.2026
-
Bauindex 2026: Wie Unternehmen Bauprojekte sicher und effizienter gestalten können
24.08.2026
-
Neue Anwendung ResilienzCheck.org stärkt Unternehmensresilienz in Krisenzeiten
20.08.2026