Welttag Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz 2026
Der „Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz“ (World Day for Safety and Health at Work) wurde von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO/deutsch: IAO) ins Leben gerufen, um die Prävention von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sowie das gesellschaftliche Bewusstsein für sichere Arbeitsbedingungen weltweit zu fördern. Datum: Er findet seit 2003 jährlich am 28. April statt, der gleichzeitig der internationale Arbeitergedenktag ist, am dem an die Opfer von Arbeitsunfällen erinnert wird.
Schwerpunkt Psychosoziales Umfeld
Jedes Jahr steht der Tag unter einem anderen Schwerpunkt, in diesem Jahr ist es das „Psychosoziale Arbeitsumfeld.“ Die ILO möchte mit diesem Gedenktag das Bewusstsein dafür schärfen, dass psychosoziale Risiken genauso als Arbeitsgefährdungen zu behandeln sind wie die physischen Gefahren am Arbeitsplatz. Eine Vielzahl von Veranstaltungen weltweit macht dabei auf die Bedeutung der Arbeitsgestaltung, der Unternehmenskultur und der Prävention für den Schutz der Arbeitenden vor unter anderem Stress, Burnout, psychischer Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz aufmerksam.
Erkrankungen auf Höchststand
In der Tat entwickeln sich psychische Belastungen in der postmodernen Arbeitswelt immer mehr zum Arbeitsschutzthema und ergänzt dabei zunehmend die „klassischen“, in erster Linie physischen Gefahren und Gefährdungen des Industriezeitalters als Hauptaktivitätsfeld der Prävention. Wie wichtig und aktuell das Thema ist, zeigt die rapide Zunahme psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz in Deutschland in den vergangenen Jahren. Laut DAK-Psychreport 2024/2025 verursachten Depressionen 183 Fehltage und andere psychische Erkrankungen 342 Fehltage pro 100 Beschäftigte. Der Anteil psychischer Erkrankungen am gesamten Krankenstand ist dabei im letzten Jahrzehnt um über 50 Prozent gestiegen. Besonders betroffen sind die Berufsfelder mit viel menschlichem Kontakt, vor allem die Gesundheits- und Pflegeberufe. Immerhin geht durch diesen besorgniserregenden Trend die bisherige Tabuisierung dieses Themas in der Arbeitswelt zurück: In einer Befragung von EU-OSHA aus dem Jahr 2025 sind EU-weit mehr als 58 Prozent der befragten Beschäftigten der Meinung, dass die Offenlegung einer psychischen Beeinträchtigung oder Erkrankung keine Nachteile für die Karriere im Unternehmen hat – die Befragten würden ihre Vorgesetzten jederzeit hinsichtlich ihres psychischen Problems ansprechen.
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