Nicht nur auf Partys, nach Feierabend zu Hause oder in der Kneipe wird Alkohol konsumiert. Auch am Arbeitsplatz kommt es immer wieder vor, dass Alkohol getrunken wird. Eine Gefahr für alle im Betrieb.

Über Alkohol gibt es viele Mythen und Unwahrheiten. Wahr ist allerdings, dass im Schnitt jeder Deutsche über 15 Jahren jeden Tag etwa drei Gläser Bier, Wein oder Schnaps trinkt. Alkoholsucht beginnt schleichend und hat immense Auswirkungen auf die Gesundheit. Am Arbeitsplatz kommt noch hinzu, dass alkoholisierte Mitarbeiter sich selbst, Kollegen und Arbeitsabläufe gefährden.

Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“

Seit über 30 Jahren zählt betriebliche Suchtprävention zur Personalpolitik vieler Unternehmen und Verwaltungen. In den meisten Betrieben gilt: Kein Alkohol am Arbeitsplatz! Die bundesweite Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“ vom 13. bis 21. Mai ist eine gute Zeit, um im Unternehmen Aktionen zur Alkoholprävention durchzuführen. Informationen und Materialien sind bei der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) erhältlich.

Immer noch kursieren viele Mythen zum Thema Alkohol

Auf der Internetseite zur Aktionswoche findet sich auch die Rubrik Mythen und Wahrheiten. Da wird mit falschen Behauptungen aufgeräumt wie 2 Beispiele zeigen.

Ein bisschen Alkohol kann doch nicht schädlich sein! – Doch!

Alkohol ist ein Zellgift, das immer wirkt. Jedes Glas Alkohol erhöht das Risiko, Erkrankungen zu entwickeln. Es ist besser, nicht jeden Tag und wenn, Alkohol nur in geringen Mengen zu trinken. An 2 bis 3 Tagen pro Woche sollte ganz auf Alkohol verzichtet werden. So können gesundheitliche Risiken verringert werden.

Ein Bier oder ein Glas Wein sind genug

Wenn Frauen täglich mehr als 12 g und Männer täglich mehr als 24 g reinen Alkohol trinken, steigt das Krankheitsrisiko deutlich. Das bedeutet, dass bei Frauen die Grenze mit 0,3 l Bier oder 1/8 l Wein bereits erreicht ist. Für Männer heißt das 0,5 l Bier oder 1/4 l Wein mit durchschnittlichem Alkoholgehalt.

Rotwein ist gesund und senkt das Risiko für Herzerkrankungen! – Falsch!

Bei sehr geringen Mengen Rotwein lässt sich in Studien nachweisen, dass das Risiko für Herzerkrankungen sinkt. Doch viele Studien weisen methodische Mängel auf, so dass davon auszugehen ist, dass der geringe Effekt überschätzt wird.

Alkohol kann körperlich und psychisch krank machen

Wesentlich größer ist die Gefahr, durch Alkohol körperlich oder psychisch krank bzw. abhängig zu werden. Der Konsum von Alkohol gilt als dritthöchstes Risiko zu erkranken und vorzeitig zu sterben.

Schlagworte zum Thema:  Suchtprävention