Gesundheitliche Risiken und Prävention
Neu erschienen ist der DGUV-Report „Schichtarbeit - Rechtslage, gesundheitliche Risiken und Präventionsmöglichkeiten“. Auf fast 150 Seiten werden die wichtigsten Grundlageninformationen dargestellt.
Es wird erklärt, was Schichtarbeit ist und seit wann es sie gibt. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen werden ausführlich in Text und Tabelle erläutert.
Deutliche Zunahme der Schichtarbeit zwischen 1991 und 2004
In der Grafik Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit des DGUV-Reports kann man den deutlichen Anstieg von 38 auf 51 Prozent abhängig beschäftigter Schichtarbeiter in den Jahren 1991 und 2004 in Deutschland sehen.
Dauer, Lage und Verteilung der Schicht sind wichtige Einflussfaktoren
Als ausreichend gesichert gilt, dass die Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit das Unfallrisiko beeinflussen. Auch die negativen Auswirkungen von Schichtarbeit auf physiologische Prozesse –wie beispielsweise den Schlaf – sind bekannt.
Bisher nicht eindeutig sind hingegen die Zusammenhänge zwischen Schichtdienst und Übergewicht, Magen-/Darm-, Herz-/Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Hier besteht weiter Forschungsbedarf.
Prävention von gesundheitheitlichen und sozialen Folgen
In den beiden Kapiteln zu Auswirkungen auf Arbeitsunfälle und Sozialleben wird schnell deutlich, warum vorbeugende Maßnahmen notwendig sind. Hier vier Aspekte:
- Bei Arbeitszeiten nachts oder sonntags steigt das Unfallrisiko.
- Auch bei einer nicht unterbrochenen Folge von Schichtarbeitstagen steigt das Unfallrisiko.
- Bei Schichtarbeit besteht die Gefahr, dass Partner aneinander vorbeileben.
- Bei Schichtarbeitenden mit Familie erhöht sich das Risiko, die Kindererziehung zu vernachlässigen.
Geeignete Gestaltung von Schichtarbeit
Damit es gar nicht erst zu negativen Auswirkungen kommt, kann ein gut ausgearbeiteter Schichtplan beitragen. Wichtig beim Planen ist die Absprache mit den Beschäftigten und vor allem deren Möglichkeit der Mitsprache.
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