Stark in der Arbeit
Der Fachbegriff für psychische Widerstandskraft heißt Resilienz. Wer resilient ist, erholt sich schneller als andere von stressigen Situationen. Wichtig dabei ist aber vor allem, was man unternimmt, um eine Krise zu bewältigen. Je ausgeprägter das resiliente Verhalten ist, desto besser gelingt der Umgang mit großen Herausforderungen in der Arbeitswelt.
Resilienz lässt sich individuell einschätzen
Wissenschaftler der Universitäten Freiburg und Erlangen-Nürnberg haben im Projekt die Internet-Plattform Resilire entwickelt. Mit Hilfe eines Online-Fragebogens können Beschäftigte dort u. a. ihre individuelle Resilienz einschätzen. Thematisiert wird auf der Plattform aber auch wie Teams und sogar ganze Organisationen die Resilienz der Beschäftigten stärken können.
Online-Training verbessert Resilienz
Mit einem speziellen, kostenlosen Online-Training, das in Kooperation mit Haufe Lexware entwickelt wurde, können Unternehmen die psychische Gesundheit ihrer Beschäftigten sicherstellen und sie auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten. Damit lassen sich mit einem geringen Zeitaufwand Resilienz und psychisches Befinden verbessern, wie die Wissenschaftler bestätigen.
Probleme bei der Arbeit erfolgreich bewältigen
Resilientes Verhalten bei der Arbeit meint, wie erfolgreich Probleme bei der Arbeit bewältigt werden bzw. wie schnell sich jemand von einem Rückschlag erholt. Dabei spielen folgende vier Fragestellungen eine Rolle:
- Wie erfolgreich können Sie mit Ärger oder Unruhe umgehen, die bei der Arbeit in Ihnen ausgelöst werden?
- Ist es Ihnen möglich, Probleme bei der Arbeit als Möglichkeit zu begreifen, Ihre eigenen Fähigkeiten einzubringen und weiterzuentwickeln?
- Begegnen Sie Problemen bei der Arbeit mit einer umfassenden Planung und wägen Sie verschiedene Lösungsmöglichkeiten ab?
- Verfolgen Sie die Lösung eines Problems bei der Arbeit ausdauernd und wiederstehen Sie möglichen Ablenkungen?
Fragebögen und Training im Workshop ausprobieren
Alle Ergebnisse des Projekts werden auf einer Tagung am 6. Juli 2017 in Nürnberg vorgestellt und diskutiert. In Workshops können die Teilnehmer die Instrumente ausprobieren und sich darüber austauschen, wie sich Resilienz in das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) eingliedern lässt.
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