So gibt es schnelle Hilfe bei psychischen Problemen
Psychische Probleme können durch ständige psychische Belastungen, durch ein einziges Trauma oder als Nebenwirkung einer schweren körperlichen Krankheit auftreten. Egal was der Auslöser ist, wichtig ist, dass die Betroffenen schnell therapeutische Unterstützung erhalten.
Enge Zusammenarbeit zwischen Therapeut, Unfallversicherung und Patient
Seit Juli 2012 gibt es das Psychotherapeutenverfahren der Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Ein großer Vorteil dabei ist, dass die Patienten innerhalb einer Woche mit der Therapie beginnen können, wenn sie von der Versicherung genehmigt wurde. Außerdem suchen die Therapeuten zusammen mit der Berufsgenossenschaft und in Absprache mit dem Patienten individuelle Lösungen. So können manchmal bereits wenige Therapiestunden ausreichend sein.
So läuft das Verfahren ab
- Die zuständige Berufsgenossenschaft (BG) oder der Durchgangsarzt leiten die Therapie ein.
- In bis zu 5 psychotherapeutischen Sitzungen wird geklärt, ob eine Behandlung sinnvoll ist und ob Therapeut und Patient zusammenpassen.
- Die Kosten für die ersten Stunden übernimmt die Versicherung.
- Nach den ersten Stunden prüft der Therapeut, ob weitere Stunden notwendig sind. Wenn ja, beantragt er sie.
- Die BG prüft den Antrag und bewilligt gegebenenfalls max. weitere 10 Stunden.
- Abhängig vom Bericht und der dazugehörigen Prüfung können danach weitere Behandlungsstunden bewilligt werden.
Therapeuten sind spezialisiert und erfahren
Nur besonders befähigte Fachkräfte werden beim Psychotherapeutenverfahren für die Behandlung traumatisierter oder anderweitig psychisch beeinträchtigter Patienten beauftragt. Sie müssen z. B. spezielle Kenntnisse zur Behandlung von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten haben. Außerdem müssen sie ihr Wissen regelmäßig bei Fortbildungen festigen, erweitern und aktualisieren.
Frühzeitige Therapie ist ein Gewinn für alle
Zu den wichtigsten Zielen einer frühzeitigen psychotherapeutischen Behandlung zählen ...
- das Vorbeugen gegen psychische Gesundheitsstörungen,
- das Vermeiden einer Chronifizierung,
- der Erhalt der Arbeitskraft oder
- eine schnelle berufliche Wiedereingliederung.
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