Pausen im Arbeitsalltag sind wichtig. Allerdings nur, wenn man sich dabei regeneriert und erholt. Doch wie gelingt das?

Als Erstes müssen Pausen überhaupt erst einmal gemacht werden. Denn eine Onlineumfrage der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) hat ergeben, dass fast 25 % der Arbeitnehmer Pausen oft oder immer ausfallen lassen. Trotzdem gaben knapp 80 % der 323 Studienteilnehmer an, mit ihren Pausen zufrieden zu sein. Das lässt vermuten, dass ein Teil der Beschäftigten sich der Bedeutung von Pausen nicht bewusst ist.

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Pausen: Wenig Erholung trotz des Verzichts auf digitale Medien

Auf die Frage, wie erholsam die Pausen seien, antworteten rund 50 %, dass sie sich dabei nie, selten oder nur manchmal erholen würden. An den digitalen Medien, ob Computer oder Smartphone, kann es allerdings kaum liegen. Denn sowohl Jüngere als auch Ältere sehen deren Nutzung in der Pause eher kritisch und verwenden nur wenige Minuten, um Kurznachrichten oder E-Mails zu bearbeiten.

Pausengestaltung: Spazieren gehen statt twittern

Als besonders erholsam nannten die Teilnehmer der Umfrage folgende „klassische“ Pausengestaltungen:

  • spazieren gehen,
  • sich mit Kollegen unterhalten,
  • „abhängen“,
  • Entspannungstechniken sowie
  • Ausgleichsübungen oder Sport.

Pause: Arbeitsplatz verlassen!

Passend dazu gibt der Flyer Pause – Deine Zeitoase! der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) Tipps, wie man sich in der Pause gut erholt und danach frisch wieder durchstarten kann:

  • Unterbrechen Sie Ihre Tätigkeit – surfen Sie also nicht am Computer, falls Sie sowieso schon am Bildschirm arbeiten,
  • verlassen Sie Ihren Arbeitsplatz und
  • erholen Sie sich gezielt, z. B. indem Sie in Ruhe essen, etwas spazieren gehen oder mit Kollegen plaudern.
  • Ernähren Sie sich bewusst und passend zu Ihrer Tätigkeit, also z. B. leichte Kost bei leichter, körperlicher Arbeit.
  • Nehmen Sie Ihre Pausen so, dass sie zu Ihrem Arbeits-/Erholungsrhythmus passen.
  • Sorgen Sie in der Pause für einen passenden Ausgleich zu ihrer Tätigkeit, sprich: Wer schwer körperlich arbeitet, darf sich ruhig einmal hinsetzen und wer den ganzen Tag sitzt, sollte sich nun bewegen.

Bewegung bringt Schwung in die Pause

Wie ein kleines Bewegungsprogramm in der Pause aussehen könnte, zeigt der Flyer der BGHM auch gleich. Hier finden sich in Bild und Text folgende 7 Übungen:

  • Die Venenpumpe, um den Blutkreislauf in Schwung zu bringen,
  • der Hüftschwung für den unteren Rücken und die Bauchmuskulatur,
  • der Brustöffner für die Brustmuskulatur und eine bessere Atmung,
  • Schulterkreise, um den Nacken-/Schulterbereich zu lockern,
  • die Venenpumpe Arme, um die Hand- und Armmuskulatur zu kräftigen und den Blutkreislauf zu aktivieren,
  • der Halbmond, um den Nacken zu dehnen sowie
  • die liegende Acht mit den Augen, um die Augenmuskeln zu entspannen.

Pausen sich wichtig für die Sicherheit und die Gesundheit

Laut iga Report 34 Regeneration, Erholung, Pausengestaltung – alte Rezepte für moderne Arbeitswelten? lässt sich die Pausenkultur auf 4 Ebenen fördern:

  • Das Unternehmen kann z. B. für gemütliche Pausenräume sorgen.
  • Die Führungskräfte können die Arbeit so organisieren, dass ausreichend Zeit für die Pause bleibt.
  • Die Mitarbeiter können sich gegenseitig zu einer Pause animieren.
  • Jeder Einzelne sollte sich bewusst machen, dass Pausen wichtig für die Sicherheit und Gesundheit sind.
Schlagworte zum Thema:  Pausen, Gesundheit