Personaler in Deutschland schätzen, dass 20 % der Arbeitnehmer innerlich gekündigt hat. Der Dienst nach Vorschrift hat nicht nur Folgen für die Betroffenen, sondern auch für die Kollegen und das Unternehmen.

Die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) hat 230 Personalverantwortlichen in deutschen Unternehmen befragt. Die Personaler gehen davon aus, dass u. a. mangelnde Wertschätzung und Schwächen beim Führungsverhalten für das nachlassende Interesse und Engagement der Mitarbeiter verantwortlich sind.

Click to tweet

Unzufrieden, desinteressiert und distanziert

Innere Kündigung bedeutet, dass

  • die Arbeit an Bedeutung verliert,
  • sich das Engagement verringert,
  • die Arbeitszufriedenheit sinkt und
  • der Mitarbeiter sich vom Unternehmen distanziert.

Der eine hat Schuldgefühle und die anderen müssen mehr arbeiten

Die Folgen einer inneren Kündigung schaden dem Einzelnen und dem Unternehmen. Wer sich nicht mehr für seine Arbeit interessiert,

  • hat oft Schuldgefühle,
  • ist weniger stressresistent,
  • hat eine geschwächte psychische und körperliche Gesundheit und
  • ein höheres Risiko für Depressionen, Sucht- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Für die Kollegen und die Organisation hat die innere Kündigung ebenfalls negative Auswirkungen.

  • Das Betriebsklima verschlechtert sich.
  • Die Produktivität nimmt ab.
  • Der Krankenstand steigt.
  • Oft kommt es zu Mehrarbeit für die Kollegen.

Zu wenig Wertschätzung und zu viel Arbeit können Auslöser sein

Mitarbeiter verlieren ihr Interesse an der Arbeit und verringern ihr Engagement vor allem aus folgenden Gründen:

  • mangelnde Wertschätzung,
  • ungelöste Konflikte,
  • fehlende Mitbestimmung
  • Schwächen im Führungsverhalten,
  • Arbeitsplatzunsicherheit,
  • Veränderungen in der Organisation,
  • Personalabbau sowie
  • Arbeitsverdichtung.

iga.Report gibt Führungskräften Hilfestellung

Der iga.Report 33 Engagement erhalten – innere Kündigung vermeiden nennt Maßnahmen, um Mitarbeiter langfristig zu motivieren und für ihren Job zu begeistern. Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit der Frage, was Führungskräfte im Falle innerer Kündigung tun können.

Schlagworte zum Thema:  Führung, Psychische Belastung, Betriebsklima