Klare Vereinbarungen für zu Hause treffen
An Ihrem Arbeitsplatz im Büro konnten Sie sich auf die alltägliche Routine verlassen. Die immer gleichen Abläufe sind Ihnen entweder gar nicht groß aufgefallen. Oder vielleicht fanden Sie den Arbeitsalltag monoton und langweilig. Jetzt, zu Hause im Homeoffice, fehlt dieser „Trott“ in vielen Familien noch immer. Doch Veränderung ist immer möglich und kann für Entlastung sorgen.
Machen Sie gemeinsam einen Plan
- Legen Sie Arbeits- und Freizeiten fest.
- Erstellen Sie gemeinsam einen Wochenplan. Berücksichtigen sie darin die Termine aller Familienmitglieder, also z. B. das Online-Meeting der Mutter, die Telefonkonferenz des Vaters sowie die Präsenzunterrichts- bzw. Online-Zeiten der Kinder.
- Halten Sie in diesem Plan auch die Zeiten für gemeinsame Freizeitaktivitäten fest.
- Schauen Sie abends auf den Wochenplan und überprüfen Sie, ob am folgenden Tag etwas Besonderes anliegt.
- Passen Sie den Wochenplan bei Bedarf auf die aktuelle familiäre und berufliche Situation an.
Besprechen Sie zeitliche und räumliche Besonderheiten
- Wer geht morgens zuerst ins Bad?
- Wer braucht wann den Computer?
- Wer zieht sich wann, wie lange und wohin zurück?
Ordnung und Routine helfen gegen Chaos
Die Corona-Pandemie verursacht Chaos, u. a. im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und familiären Leben. Ordnung und ein gleichbleibender Tagesrhythmus helfen in dieser Zeit, psychisch stabil zu bleiben. Auch Bewegung, Pausen und Kontakte nach außen sind wichtig, so die Empfehlung der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA).
- Essen Sie zu den üblichen Zeiten.
- Machen Sie mindestens alle 1,5 Stunden eine Pause. Lassen Sie sich von einem Wecker daran erinnern!
- Planen Sie täglich ein „Sportprogramm“ ein, wie z. B. Online-Fitness oder eine Radtour.
- Machen Sie sich jeden Tag direkt nach der Arbeit mit einem Spaziergang auf den „Heimweg“.
- Veranstalten Sie eine Familien-Challenge: Wer schafft die meisten Schritte in einer Woche? Der Sieger bekommt eine vorher festgelegte Belohnung oder darf sich etwas wünschen.
- Verabreden Sie sich regelmäßig mit Freunden oder Familienangehörigen zum Videochat. Tauschen Sie sich darüber aus, was an diesem Tag gut war. Lassen Sie auch einmal Dampf ab. Und feiern Sie das Leben: Laden Sie z. B. zu einem „gemeinsamen“ Online-Abendessen oder Motto-Fest ein.
Das könnte Sie auch interessieren
-
Bildschirmbrille: Fragen und Antworten
1.504
-
Wiedereingliederung - was ist zu beachten?
6071
-
ISO 3941:2026: Neue Brandklasse L für Lithium-Brände
593
-
Ist der Arbeitgeber zur Getränkeversorgung am Arbeitsplatz verpflichtet – wenn ja, wann?
582
-
Arbeitsmedizinische Vorsorge: Pflicht oder freiwillig?
531
-
Arbeitsstättenverordnung: Wann ist ein Pausenraum Pflicht?
218
-
Drei-Schicht-System: Grundlagen, Funktionsweise und Arbeitsschutz
173
-
Was tun, wenn der Frosch nicht verschwinden will
160
-
Wenn ein Mitarbeiter nachts nicht mehr arbeiten darf
136
-
Wutausbrüchen am Arbeitsplatz souverän begegnen
131
-
Muskel-Skelett-Beschwerden: Homeoffice birgt höhere Risiken
05.08.2026
-
Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte: Bremen geht neue Wege
03.08.2026
-
Suchtmittelmissbrauch am Arbeitsplatz: Prävention und Regeln
30.07.2026
-
Überarbeitete DGUV-Regel für die Luftfahrzeug-Instandhaltung
29.07.2026
-
EU setzt auf Prävention: Neue Programme gegen psychische Belastungen
23.07.2026
-
Was tun, wenn die körperlichen Beschwerden am Arbeitsplatz zunehmen
21.07.2026
-
Ikea führt „Stille Stunde“ deutschlandweit ein
14.07.2026
-
Erfolgreich BEM-Gespräche führen
13.07.2026
-
Gefahrstoffverordnung 2025: Strengere Regeln für den Umgang mit Asbest
09.07.2026
-
Wie Unternehmen sich besser auf den Klimawandel vorbereiten können
06.07.2026