Fokus auf den gesunden Mitarbeiter lenken
Laut TK waren rund 50 % der Erwerbspersonen 2018 nicht krankgeschrieben. Und auch wenn man die Statistik zum Krankenstand in deutschen Unternehmen – durchschnittlich fehlen 4 % an einem Arbeitstag – anders gewichtet, heißt das, dass 96 % zur Arbeit kommen. Und diese gesunden Mitarbeiter zählen für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Doch das wird ihnen zu wenig vermittelt.
Vor allem negative Auswirkungen lösen aktuell Maßnahmen aus
Häufig setzen Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung dann an, wenn bereits etwas zwickt und klemmt. So werden etwa Rückenschulen beworben für Beschäftigte, die Nacken- oder Rückenschmerzen haben. Oder es werden Entspannungsmethoden angeboten, wenn der Stress schon so groß ist, dass er erste negative Auswirkungen zeigt.
Fokus in Zukunft mehr auf den gesunden Mitarbeiter lenken
Über den Krankenstand und seine Ursachen wird regelmäßig geforscht. Auch über entsprechende Maßnahmen, um die Ursachen zu verringern oder zu vermeiden und den Krankenstand zu senken, wird diskutiert. Die TK ist allerdings der Meinung, dass Unternehmen ihren Fokus mehr auf die Mitarbeiter lenken sollten, die zur Arbeit kommen. Denn außer der Leistung, die sie erbringen, springen sie oft auch noch für erkrankte Kollegen ein.
Ressourcen der gesunden Mitarbeiter fördern
Die TK kann sich durchaus vorstellen, dass gesunde Beschäftigte eine Prämie erhalten. Allerdings wirken solche finanziellen Anreize nur kurzfristig. Bei der betrieblichen Gesundheitsförderung muss es deshalb vor allem darum gehen, die Ressourcen der Gesunden zu fördern. Dabei sollten Themen wie Wertschätzung, Kollegialität, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Gestaltung von Arbeitsinhalten im Mittelpunkt stehen. Grundlage dafür ist ein „gesunder“ Führungsstil.
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