Muntermacher mit gesundheitlichen Risiken
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat Personen befragt, die überdurchschnittlich viel Energy-Drinks konsumieren.
Die „Anlassbezogene Befragung von Hochverzehrern von Energy-Drinks“ fand in Diskotheken, auf LAN-Partys sowie bei Musik- und Sportveranstaltungen statt.
Übertriebener Konsum von Energy-Drinks kann Auswirkungen auf die Arbeit haben
Obwohl die Befragungen im Freizeitbereich stattfanden, können sie auch für die Arbeitswelt interessant sein. Denn die Auswirkungen, wie Schlafentzug, können auch die Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz beeinflussen. Und Jüngere greifen vermutlich schon auch einmal zum Energy-Drink, um an einem harten Arbeitstag besser durchzuhalten.
Hochverzehrer von Energy-Drinks konsumieren bis zu 5 Liter in 24 Stunden
Befragt wurden sog. Hochverzehrer, Personen, die innerhalb 24 Stunden mehr als einen halben Liter Energy-Drink zu sich genommen hatten. Die Verzehrmengen waren sehr unterschiedlich, ebenso die Zusammensetzung der Getränke.
In Diskotheken, bei Musikveranstaltungen und auf LAN-Partys wird dem Getränk meist noch Alkohol, oft Wodka, beigemischt. Beim Tanzen trinkt ein Hochverzehrer durchschnittlich einen Liter innerhalb 24 Stunden, in extrem Fällen bis zu 4 und bei LAN-Partys in Ausnahmefällen sogar 5 Liter. Beim Sport wird auf die Beimischung von Alkohol verzichtet. Die Trinkmenge der sportlichen Hochverzehrer lag zwischen einem und 3 Litern.
Energy-Drinks, beliebt bei 20- bis 25-jährigen Männern
Beliebt sind die Energy-Drinks besonders bei jungen Männern zwischen 20 und 25 Jahren.
Wirkung und Risiken durch hohe Koffeinkonzentration in Energy-Drinks
Energy-Drinks enthalten Koffein. Weitere Inhaltsstoffe sind z. B. Taurin, Inosit oder Glucuronolacton. Die Wirkung und die gesundheitlichen Risiken der Energy-Drinks gehen allerdings vor allem von der hohen Konzentration an Koffein aus.
Die Getränke werden konsumiert, um länger wach zu bleiben und leistungsfähiger zu sein. Kommen jedoch körperliche Anstrengung und Schlafmangel hinzu, steigt die Belastung für das Herz-Kreislauf-System. Als weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen vermuteten die Befragten v. a. Hyperaktivität, Schlafstörungen und erhöhten Blutdruck. Allerdings bezogen sie die Gefahren so gut wie nie auf sich selbst.
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