| Demografischer Wandel

Arbeit und Gesundheit bei den über 50-Jährigen

Viele ältere Arbeitnehmer haben gesundheitsliche Einschränkungen
Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Termin- und Leistungsdruck auf der einen Seite, gesundheitliche Einschränkung auf der anderen führen dazu, dass rund 65 % der älteren Erwerbstätigen gerne vorzeitig in den Ruhestand gehen würden. Unterschiede gibt es dabei vor allem zwischen Handwerkern und Akademikern.

Die BIBB/BAuaA-Erwerbstätigenbefragung 2012 wurde jetzt unter dem Aspekt des demografischen Wandels in unterschiedlichen Berufsgruppen untersucht. Dabei stand die Generation der über 50-Jährigen im Mittelpunkt und wurde mit der jüngeren Altersgruppe verglichen. Die Ergebnisse hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im Factsheet "Demografischer Wandel in Berufsgruppen - Arbeitsbedingungen und Gesundheit der Generation 50plus" zusammengefasst.

Aufteilung und Auswertung in 5 Berufsgruppen

Bei der Auswertung der Daten wurden fünf Berufsgruppen festgelegt, darunter

  • Führungskräfte und Akademiker wie Ingenieure, Lehrkräfte und Geschäftsführer,
  • Handwerksberufe und
  • gering qualifizierte Berufe wie Reinigungskräfte und Hilfsarbeiter.

Nur ein Drittel kann sich vorstellen, bis zur Rente zu arbeiten

Zu den wichtigsten Ergebnissen zählt:

  • Rund 65 % der Erwerbstätigen zwischen 50 und 64 Jahren möchten gerne vorzeitig in Ruhestand gehen.
  • Bei den Handwerksberufen sind es sogar 73 %.
  • Dagegen würden 11 % der Akademiker gerne sogar länger arbeiten.
  • Rund 60 % der Führungskräfte und Akademiker arbeiten unter starkem Termin- und Leistungsdruck.
  • Allerdings werden sie im Alter zunehmend weniger mit neuen Aufgaben konfrontiert.
  • Bei den Handwerksberufen nehmen mit dem Alter die ständig wiederkehrenden Arbeitsvorgänge deutlich zu.
  • Ältere bezeichnen ihren Gesundheitszustand häufiger als schlecht. Beschwerden wie etwa Muskel-Skelett-Erkrankungen nehmen vor allem in den Berufsgruppen zu, die schlechter qualifiziert sind.
  • Gering qualifizierte Berufe werden zu rund 70 % von Frauen ausgeübt.

Betriebliche Gesundheitsförderung zielgruppenspezifisch ausbauen

Damit sich mehr Erwerbstätige ein Arbeitsleben bis zum regulären Rentenalter vorstellen können, müssten u. a. die gesundheitsfördernden und erhaltenden Maßnahmen zielgruppenspezifisch ausgebaut werden, so ein Fazit des Factsheets.

Weitere Informationen zum demografischen Wandel:

Wer mehr zum demografischen Wandel erfahren möchte, bekommt weitere Informationen im Lexikonstichwort "Demografischer Wandel".

Das könnte Sie auch interessieren:

Schwere Arbeit belastet Ältere mehr

"Demografiefestes" Unternehmen

Demografischer Wandel - Rolle des Arbeitsschutzes

Schlagworte zum Thema:  Demografischer Wandel, Demografische Entwicklung, Betriebliche Gesundheitsförderung

Aktuell

Meistgelesen