| Zukunft der Büroarbeit

Studie zeigt deutliche Veränderungen

Auch das kann ein Büroarbeitsplatz sein
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Wie wirken sich Arbeitsformen und Kommunikationstechnologien auf die Gestaltung der Arbeitsplätze aus? Dieser Zusammenhang sollte anhand einer Telefonbefragung ermittelt werden. 601 Unternehmen gaben Auskunft, zum Teil mit überraschenden Ergebnissen.

Eine geringe Rolle spielen non-territoriale Arbeitsplätze in den Unternehmen. Doch am eigenen Schreibtisch verhaftet ist heute kaum noch jemand. Projektarbeit und die sozialen Medien sind auf dem Vormarsch. Und auch die Kommunikation hat deutlich an Bedeutung gewonnen.

Kommunikation und Projektarbeit

Büroarbeit bedeutet heute vor allem Lernen, Kommunikation und Projektarbeit, so die Aussage der Trendforscher. Wie das konkret aussieht, belegen folgende Zahlen:

  • In 70 Prozent der Unternehmen ist der Anteil der Kommunikation in den letzten Jahren spürbar gestiegen.
  • In Betrieben mit mindestens 10 Bürobeschäftigten wird durchschnittlich 46 Prozent der Arbeitszeit für interne und externe Kommunikation aufgewendet.
  • Informeller Austausch – auch zwischen den Hierarchieebenen – wird zunehmend gefördert.
  • 61 Prozent gaben an, dass der Anteil der Projektarbeit deutlich gestiegen sei, da die Arbeitsaufgaben komplexer geworden seien.
  • Durchschnittlich 35 Prozent der Arbeitszeit entfallen auf Projektarbeit.
  • Projektteams setzen sich aus Mitarbeitern mehrer Abteilungen und immer häufiger aus zusätzlich externen Spezialisten zusammen.
  • 36 Prozent aller Unternehmen nutzen Web-2.0-Instrumente für ihre Unternehmenskommunikation.
  • Je größer das Unternehmen, desto größer das Interesse an neuen digitalen Kommunikationsformen.
  • Nur knapp 6 Prozent aller Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz praktizieren die Non-Territorialität bei den Arbeitsplätzen.

Interne und externe Vernetzung

Zunehmend wichtig ist für die Büroarbeit der Zukunft die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen wechseln zu können. Besprechungs- und Konferenzräume für Treffen des Projektteams sind ebenso notwendig wie so genannte Kommunikationszonen, in den man sich zur schnellen Abstimmung begegnen kann. Die Ergebnisse der Befragung bestätigen, dass traditionelles Abteilungsdenken durch interne Vernetzung abgelöst und durch externe Vernetzung erweitert wird.

Die Studie „New Work Order“ soll im Rahmen des Trendforums im Oktober auf der ORGATEC in Köln veröffentlicht werden. Nähere Informationen dazu gibt es bereits beim bso Verband Büro,- Sitz- und Objektmöbel e.V.

Schlagworte zum Thema:  Büro, Projektarbeit, Projektmanagement, Vernetzung, Social Media, Kommunikation

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