So sieht es bei der Leiharbeit aus
In welcher Branche ist Zeitarbeit am häufigsten? Wie gut sind die Arbeitsbedingungen und welche spezifischen Gefährdungen gibt es für Leiharbeitnehmer? Diese und weitere Fragen wie etwa zum Unfallgeschehen oder zur Zufriedenheit der Leiharbeiter beantwortet der BAuA-Bericht. Dabei sind die Ergebnisse und Entwicklungen anschaulich als Grafiken dargestellt.
Hier ein Überblick über die wichtigsten Ergebnisse des Schwerpunktthemas Leiharbeit aus dem Bericht Arbeitswelt im Wandel 2018:
Von knapp 1 Mio. Leiharbeiter ist fast ein Viertel in der Lagerwirtschaft tätig
- 2001 gab es in Deutschland 342.508 Leiharbeitnehmer. 2016 waren es 990.792.
- 68,0 % der Leiharbeitnehmer gingen unmittelbar vor der Tätigkeit in einem Leiharbeitsverhältnis keiner Beschäftigung nach.
- Knapp 24 % der Leiharbeitnehmer sind in der Lagerwirtschaft tätig, 10 % in der Metallbearbeitung.
70 % der Leiharbeiter sind männlich und arbeiten körperlich hart
- 70 % der Leiharbeitnehmer sind Männer.
- Leiharbeiter arbeiten überdurchschnittlich oft unter körperlich anstrengenden Arbeits- oder schwierigen Umgebungsbedingungen.
- Als Folge der schweren körperlichen Arbeit treten z. B. Knieschmerzen mit fast 33 % deutlich häufiger auf als bei Beschäftigten, die keiner Leiharbeit nachgehen (rund 23 %).
Monotone Tätigkeiten und Unzufriedenheit sind stark ausgeprägt
- Leiharbeiter leiden häufiger als Beschäftigte in anderen Branchen unter monotonen Tätigkeiten und darunter, wenige Möglichkeiten zu haben, die Arbeit selbst zu planen, einzuteilen und die Arbeitsmenge mitzubestimmen.
- Insgesamt sind Leiharbeiter mit ihrer Arbeit weniger zufrieden als Beschäftigte anderer Branchen. Bei einer Befragung 2012 gaben z. B. 59 % an, mit ihrem Einkommen nicht zufrieden zu sein. Von den Beschäftigten außerhalb der Leiharbeit waren es dagegen nur rund 29 %.
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