Arbeitsverdichtung braucht Grenzen
„Burnout-Kandidaten“ sind Spezialisten darin, dauerhaft zu funktionieren, ohne das eigene Leiden zu spüren. Diese Fähigkeit kann für eine gewisse Weile sinnvoll und nützlich, aber sie sollte zeitlich begrenzt sein.
Grenzen setzen stärkt Resilienz
Wer in seiner Lebensführung für sich sorgt, indem er gut für seine Bedürfnisse sorgt und sich selbst und anderen bestimmte Grenzen setzt, so dass er Lebensfreude erlebt und es ihm gut geht, der wird kaum durch viel Arbeit Gefahr laufen, eine massive, dauerhafte Erschöpfung im Sinne von Burnout zu erleben.
Arbeitsverdichtung braucht Grenzen – ein Beispiel
Eine Führungskraft übernimmt seit mehreren Monaten Aufgaben eines Kollegen, weil dieser innerlich gekündigt hat. Um keinen Konflikt auf der nächsthöheren Hierarchieebene zu provozieren, leistet er deutlich mehr Arbeit für das gleiche Geld.
Dies ändert sich nach einer „Krafträuber-Analyse“. Er spricht zunächst erfolglos mit seinem Kollegen, lässt wenige Tage später den Konflikt dann auf der nächsten Führungsebene eskalieren.
Dies kostet ihn zunächst Energie, doch es war der richtige Weg, denn viel länger hätte er diese Doppelbelastung nicht mehr ausgehalten. „So habe ich noch das Rettungsseil gezogen und fühle mich erleichtert. Jetzt merke ich erst, wie mich diese Dauerüberlastung gerädert hat.“
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