Welche Beschäftigten sind besonders gefährdet
Bei den Muskel-Skelett-Erkrankungen sind die Tage der Arbeitsunfähigkeit (AU) in den letzten 10 Jahren um 34 % gestiegen. Bei den psyschischen Erkrankungen ist ein Anstieg von 129 % zu verzeichnen. Hier kommt dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement eine besondere Rolle zu.
Langzeiterkrankungen verursachen fast die Hälfte der AU-Tage
Der BKK-Gesundheitsreport liefert Zahlen, Daten und Fakten zum Schwerpunktthema Langzeiterkrankungen. Gemeint sind damit AU-Tage von mehr als 6 Wochen. Sie verursachen fast 48 % der Arbeitsunfähigkeits-Tage in Deutschland. Ein besonders auffälliger Anstieg fällt bei den Postbeschäftigten auf. 2009 waren es durchschnittlich etwas mehr als 16 AU-Tage, 2014 dagegen 26.
Langzeiterkrankungen: Branchen unterschiedlich stark betroffen
Neben dem Postdienst sind besonders auch die Abfallbeseitigung sowie die öffentliche Verwaltung aber auch ALG-I-Empfänger von Langzeiterkrankungen betroffen.
Durchschnittlich die meisten Krankenhaustage weisen die Beschäftigte im Sozialwesen auf. Dabei sind psychische Störungen öfter die Ursache als dies in anderen Wirtschaftsgruppen der Fall ist. Eine deutlich höhere Krankheitslast insgesamt wegen psychischen Störungen tritt bei Arbeitslosen auf.
Dauer von Langzeiterkrankungen reduzieren - Betriebliches Eingliederungsmanagement hilft
Der Gesundheitsbericht belegt auch, dass Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) wie man es vor allem in größeren Unternehmen antrifft dazu beitragen, dass die Beschäftigten weniger lange krank sind bzw. schneller wieder am Arbeitsplatz integriert werden können. So dauern die Langzeit-AU-Fälle in größeren Betrieben weniger lange als in kleineren.
-
Bildschirmbrille: Fragen und Antworten
2.345
-
Wiedereingliederung - was ist zu beachten?
1.6521
-
Arbeitsmedizinische Vorsorge: Pflicht oder freiwillig?
959
-
Arbeitsstättenverordnung: Wann ist ein Pausenraum Pflicht?
473
-
Was tun, wenn der Frosch nicht verschwinden will
419
-
Drei-Schicht-System: Grundlagen, Funktionsweise und Arbeitsschutz
251
-
Wenn ein Mitarbeiter nachts nicht mehr arbeiten darf
227
-
Wutausbrüchen am Arbeitsplatz souverän begegnen
214
-
Gefahr durch Epoxidharz wird unterschätzt
209
-
Dürfen Mitarbeiter frei bestimmen, wie sie ihre Pause verbringen?
186
-
Sicherheit und Effizienz im Einklang durch technische Maßnahmen im STOP-Prinzip
18.02.2026
-
Sicherheitsbeauftragter: Unterschätzte Schlüsselrolle oder Bürokratie von gestern?
17.02.2026
-
3 Gründe, warum Beinaheunfälle nicht gemeldet werden
10.02.2026
-
Ordnungssinn: Fördert Struktur wirklich Gesundheit, Konzentration und Produktivität?
09.02.2026
-
Wie wichtig ist der Arbeits- und Gesundheitsschutz für die Arbeitgeberattraktivität?
05.02.2026
-
Allergien im Büro und ihre Bedeutung für die Gefährdungsbeurteilung
03.02.2026
-
Defibrillatoren können Leben retten, aber Betriebe müssen keine haben
30.01.2026
-
Industrieschutzhelme: Überarbeitete Norm mit zwei Standards
26.01.2026
-
Psychische Gesundheit: Herausforderung am Arbeitsplatz
22.01.2026
-
Arbeitsschutz soll auch bundesweit effektiver werden
20.01.2026