Vermehrt Umsatzsteuer-Voranmeldungen angefordert
Bislang habe die Finanzverwaltung bei solch geringer Steuerlast regelmäßig auf die unterjährige Abgabe verzichtet. Schuld an dem Richtungswechsel sei laut der Presssemitteilung des DStV ist eine Anpassung des UStAE durch das BMF-Schreiben vom 14.12.2018 (HI12617620. Aufgrund etlicher Rückmeldungen aus der Praxis adressierte der DStV seine Bedenken hierzu in seiner Stellungnahme S 02/19.
Hintergrund: Abgabe von quartalsweisen Voranmeldungen
Hat die Steuerzahllast des Unternehmers im Vorjahr nicht mehr als 1.000 EUR betragen, kann das Finanzamt den Unternehmer von der Abgabe quartalsweiser Voranmeldungen befreien. Die Finanzverwaltung hat dazu die im UStAE vertretene Auffassung geändert. Die Genehmigung unterbleibt u.a. jetzt in den Fällen des § 18 Abs. 4a UStG. Dieser regelt die Verpflichtung von Unternehmern auch Voranmeldungen abzugeben, wenn sie Umsatzsteuer nur aus innergemeinschaftlichen Erwerben, nach dem Reverse-Charge-Verfahren oder als letzter Abnehmer eines innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäfts schulden. Dies bedeutet, dass insbesondere Unternehmer (z. B. auch Kleinunternehmer), denen eine USt-IdNr. erteilt worden ist, nun zur Abgabe von quartalsweisen Voranmeldungen aufgefordert werden können.
Forderung des DStV
Aus Sicht des DStV wird durch die Anpassung das gesetzlich vorgesehene Ermessen der Finanzbehörden, auf die unterjährige Abgabe von Voranmeldungen zu verzichten unangemessen ausgehebelt. Er regt daher an, die Ergänzung des Abschn. 18.2 Abs. 2 Satz 3 UStAE zurückzunehmen.
-
Umsatzsteuer 2026: Wichtige Änderungen im Überblick
5.992
-
Abgabefristen für die Steuererklärungen 2019 bis 2025
4.737
-
Begünstigte Versicherungsverträge vor dem 1.1.2005 in Rentenform
1.4812
-
Vorauszahlung von privaten Krankenversicherungsbeiträgen als Steuersparmodell
84225
-
Feststellung des Grades der Behinderung für zurückliegende Zeiträume
722
-
Pflichtangaben für Kleinbetragsrechnungen
659
-
Abzug Arbeitszimmer 2020 und 2021 prüfen
635
-
Fallstricke bei der Erbschaftsteuerbefreiung des Familienheims
629
-
Schätzung des Arbeitslohns bei Handwerkerleistungen
624
-
Neuregelung des häuslichen Arbeitszimmers und der Pauschalen ab VZ 2023
592
-
Fristversäumnis bei Neustarthilfe führt zu Rückforderung
14.01.2026
-
Unfall mit dem Betriebs-PKW auf einer Privatfahrt
13.01.2026
-
VG Köln hält Überbrückungshilfe IV und Neustarthilfen für EU-rechtswidrig
07.01.2026
-
Übergang des Wohnförderkontos bei vorheriger Aufgabe der Selbstnutzung
02.01.2026
-
Ermäßigter Steuersatz bei Betriebsaufgabe trotz Bildung einer § 6b-Rücklage
30.12.2025
-
Verfahrensrechtliche Möglichkeiten bei einem verfristeten Einspruch
29.12.2025
-
Private Fremdwährungskonten: Was seit 2025 steuerlich gilt
29.12.2025
-
Umsatzsteuer 2026: Wichtige Änderungen im Überblick
22.12.2025
-
Unternehmensrestrukturierungen während Corona-Hilfe-Schlussabrechnungen
17.12.2025
-
Coronahilfe Profisport wird grundsätzlich in Frage gestellt
10.12.2025