Weiterentwicklung der Einfuhrumsatzsteuer im Koalitionsvertrag
Der Deutsche Steuerberaterverband e.V. (DStV) setze sich bereits seit Jahren für das moderne Verrechnungsmodell ein. Bereits zum 1.12.2020 sei mit dem sog. Fristenmodell ein erster Schritt in diese Richtung gemacht worden. Damit verlängerte der Gesetzgeber das Zahlungsziel für Unternehmen, die ein Aufschubkonto nutzen. Das war nach Ansicht des DStV ein Fortschritt – aber nicht genug.
Was bringt das Verrechnungsmodell?
Beim Verrechnungsmodell fällt die Zahlung nicht mehr beim Zoll an, so der DStV. Stattdessen melden Unternehmen die Einfuhrumsatzsteuer in ihrer Umsatzsteuer-Voranmeldung an. In der gleichen Voranmeldung machen sie diese als Vorsteuer geltend. Das Verfahren sei dadurch schlanker und liquiditätsneutral. Die Vorteile liege aus Sicht des DStV:
- Einfachere und planbarere Abläufe,
- sinkende Verwaltungskosten,
- Unternehmen müssen kein Geld zwischenfinanzieren.
Gerade kleine und mittlere Unternehmen würden davon profitieren davon. Auch ihre steuerlichen Berater würden entlastet.
Europäischer Standard – nur nicht in Deutschland
Die Mehrwertsteuersystemrichtlinie erlaube das Verrechnungsmodell ausdrücklich. Die meisten EU-Mitgliedstaaten nutzen es längst, sodass Deutschland bisher eine Ausnahme bilde. Der DStV sieht darin einen Wettbewerbsnachteil für deutsche Unternehmen. Mit der nun angekündigten Umstellung könne dieser endlich beseitigt werden.
StB Torsten Lüth, Präsident des DStV, fordert: "Das in den meisten EU-Staaten gängige Verrechnungsmodell bei der Einfuhrumsatzsteuer muss jetzt auch in Deutschland kommen. Wir brauchen eine schnelle Umsetzung, um die bestehenden Wettbewerbsnachteile zu beseitigen und Bürokratie spürbar abzubauen. Das würde den Wirtschaftsstandort Deutschland insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen bei Einfuhren aus dem Drittland attraktiver machen."
-
Steuerliche Entlastung für kleinere Photovoltaikanlagen ab 2022 und 2023
723459
-
Voraussetzungen und Besonderheiten der steuerfreien Aktivrente
7224
-
Schonfrist für Offenlegung der Jahresabschlüsse 2024
567
-
Koalition stößt Krisenprämie an und entlastet Autofahrer
558
-
Neuntes Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes
556
-
E-Rechnung
4419
-
Viertages-Zugangsvermutung bei der Bekanntgabe von Steuerbescheiden
3883
-
Neue Pflichtangaben bei Reverse-Charge-Leistungen
338
-
Behindertenpauschbetrag: Höhe, Anspruch & Steuer-Tipps
2271
-
Merz strikt gegen Mehrbelastung bei Einkommensteuer
194
-
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei strafrechtlicher Vermögensabschöpfung
13.05.2026
-
Koalition will rasch Entlastungsmöglichkeiten finden
12.05.2026
-
Söder und Schwesig raten von Entlastungsprämie ab
11.05.2026
-
Änderung des Gesetzes zum BEPS-MLI
11.05.2026
-
Bundesrat stimmt Altersvorsorgereformgesetz zu
08.05.2026
-
Neuntes Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes
08.05.2026
-
Merz strikt gegen Mehrbelastung bei Einkommensteuer
07.05.2026
-
Mehr Tempo bei Außenprüfungen
05.05.2026
-
Klingbeil plant härtere Gangart gegen Steuerhinterziehung
27.04.2026
-
Evaluation des Gesetzes zur Reform der Investmentbesteuerung
24.04.2026