Kommunen drehen weiter an der Steuerschraube
Das zeigt die neue Realsteuer-Hebesatzumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).
Erhöhungen trotz sprudelnder Steuereinnahmen
"Bei den von den Gemeinden festgelegten Hebesätzen für die Gewerbe- und die Grundsteuer scheint es nur eine Richtung zu geben – nach oben!", kritisierte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben die Entwicklung gegenüber dem "Handelsblatt". "Dabei sorgt doch ohnehin schon die insgesamt gute wirtschaftliche Entwicklung für sprudelnde Steuereinnahmen", so Wansleben. "Zudem entlasten die Niedrigzinsen auch die kommunalen Haushalte."
Süden vergleichsweise günstig
Die DIHK-Erhebung zeige, dass sich die regionalen Unterschiede verfestigten: "Während die Standorte im Süden vergleichsweise günstig bleiben, steigen die Belastungen vor allem für Unternehmen in Nordrhein-Westfalen, Thüringen oder dem Saarland", berichtete der DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Bei der Grundsteuer nähert sich Bremen in großen Schritten dem Spitzenreiter Berlin."
Er warnte, es werde häufig übersehen, dass die regionale Steuerbelastung ein wichtiges Kriterium bei der Standortwahl der Unternehmen sei: "Für Gemeinden mit hohen Hebesätzen wird es zunehmend schwieriger, sich im Wettbewerb mit anderen Standorten im Inland und zunehmend auch im Ausland zu behaupten."
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