Anzeigepflicht für grenzüberschreitende Steuergestaltungen
Nach dem Entwurf sollen die Mitgliedstaaten sog. Finanzintermediäre (z.B. Steuerberater, Rechtsanwälte oder Banken) dazu verpflichten, grenzüberschreitende Gestaltungen unter bestimmten Voraussetzungen anzuzeigen. In einer Datenbank sollen die Informationen dann gesammelt und den anderen Mitgliedsstaaten zur Verfügung gestellt werden.
Der DStV hat zu dem Entwurf eine Stellungnahme E 06/17 veröffentlicht.
Mehrheit der deutschen Steuerberater nicht betroffen
Die gute Nachricht ist, dass durch die Beschränkung auf grenzüberschreitende Sachverhalte und die Voraussetzungen, die eine Berichtspflicht auslösen sollen, die Mehrheit der deutschen Steuerberater nicht betroffen wäre. Der Richtlinienentwurf zielt grundsätzlich nur auf die relevanten Fälle aggressiver Steuergestaltung. Das wäre z.B. der Fall, wenn eine Steuerersparnis
- das hauptsächliche Ergebnis der Gestaltung ist,
- aus der Einbindung einer „Steueroase“ oder
- der Verletzung der OECD-Verrechnungspreisvorschriften resultiert.
Klare und einheitliche Umsetzung gefordert
Der DStV hält einzelne der geplanten Regelungen für unklar formuliert oder zu weitgehend. Er fordert außerdem eine möglichst einheitliche Umsetzung in den Mitgliedstaaten.
Verschwiegenheitspflicht soll erhalten bleiben
Der Entwurf verlangt von den Mitgliedstaaten, dass sie die Intermediäre von der Meldepflicht befreien, wenn diese nach nationalem Recht über die Privilegien der Angehörigen von Rechtsberufen (wie z.B. Verschwiegenheitspflicht) verfügen. Der DStV begrüßt dies ausdrücklich, kritisiert aber auch hier Unklarheiten in der Formulierung des Entwurfs.
Entwicklung auf EU-Ebene abwarten
Vom nationalen Gesetzgeber fordert der Verband den Verzicht auf einen nationalen Alleingang noch vor Abschluss der EU-Beratungen (Stellungnahme S 07/17).
-
Koalition einigt sich auf Steuerentlastungen
9412
-
Neuntes Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes verkündet
709
-
E-Rechnung
4989
-
Steuerliche Entlastung für kleinere Photovoltaikanlagen ab 2022 und 2023
468459
-
Viertages-Zugangsvermutung bei der Bekanntgabe von Steuerbescheiden
3623
-
Voraussetzungen und Besonderheiten der steuerfreien Aktivrente
3624
-
Neue Pflichtangaben bei Reverse-Charge-Leistungen
238
-
Referentenentwurf für ein Jahressteuergesetz 2026
220
-
Diese Reform ist ein Reförmchen auf allen Ebenen
184
-
Behindertenpauschbetrag: Höhe, Anspruch & Steuer-Tipps
1581
-
Automatischer Informationsaustausch zu Einkünften über digitale Plattformen
20.07.2026
-
Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität
17.07.2026
-
SPD-Generalsekretär will Erbschaftsteuer-Schlupflöcher schließen
15.07.2026
-
DStV warnt vor Risiken der geplanten EU Inc.
14.07.2026
-
Außenprüfungsordnung ersetzt Betriebsprüfungsordnung
13.07.2026
-
Gesetz zur Einführung eines antragslosen Kindergeldes
10.07.2026
-
Dividenden aus Tochtergesellschaften in anderen Mitgliedstaaten
09.07.2026
-
Diese Reform ist ein Reförmchen auf allen Ebenen
08.07.2026
-
Künstlersozialabgabe soll im Jahr 2027 auf 5 Prozent steigen
07.07.2026
-
Streichung des Steuervorteils der Deutschen Post
03.07.2026