Wohngeld: Zahl der Leistungsbezieher geschrumpft
Die gute konjunkturelle Entwicklung hat im vergangenen Jahr die Zahl der Wohngeld-Bezieher deutlich schrumpfen lassen. Ende 2015 erhielten rund 460.000 private Haushalte den Zuschuss. Das waren fast 20 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am 14. Dezember 2016 berichtete. Insgesamt bezog jeder 100. Haushalt (1,1 Prozent) Wohngeld. 2014 waren es noch 1,4 Prozent (565.000 Haushalte).
#Wohngeld: Zahl der #Leistungsbezieher ging 2015 fast 20 Prozent zurück.
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Rückgang durch gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt
Das Bundesamt führte den Rückgang unter anderem auf die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und bei den Einkommen zurück. Viele Empfänger seien aus dem Wohngeld «herausgewachsen». Haushalte, in denen alle Mitglieder einen Anspruch auf Wohngeld hatten, haben 2015 im Schnitt monatlich 115 Euro erhalten.
Bund und Länder tragen Zuschuss zu Wohnkosten
Der Zuschuss zu den Wohnkosten für Einkommensschwächere wird von Bund und Ländern je zur Hälfte getragen. Voraussetzung ist, dass keine anderen Transferleistungen bezogen werden. Bund und Länder gaben im vergangenen Jahr für Wohngeld zusammen 681 Millionen Euro aus. Rein rechnerisch wendete der Staat damit bundesweit acht Euro je Einwohner auf. Unter den Ländern waren die Privathaushalte in Mecklenburg-Vorpommern mit 2,5 Prozent am häufigsten auf Wohngeld angewiesen. Am seltensten wird das Wohngeld in Bayern beansprucht. Hier sind es nur 0,6 Prozent der Haushalte.
Mit erneutem Anstieg der Wohngeld-Bezieher wird gerechnet
Der Deutsche Mieterbund verwies darauf, dass die Zahlen des Bundesamts durch die zum 1. Januar 2016 beschlossene Erhöhung des Wohngelds überholt seien. Wegen der Anpassung des Zuschusses an höhere Mieten bezögen derzeit schätzungsweise 800.000 Haushalte Wohngeld, erklärte Geschäftsführer Ulrich Ropertz. Auch das Bundesamt in Wiesbaden rechnet nach Angaben eines Sprechers damit, dass es 2016 deshalb wieder mehr Empfänger geben wird.
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