Verletztengeld (Berechnung) / 1.1.2 Regelentgelt aus Arbeitseinkommen

Bei der Ermittlung des Regelentgelts ist auch erzieltes Arbeitseinkommen zu berücksichtigen. Die Vorschrift betrifft Bezieher von Arbeitseinkommen aus einer selbstständigen Tätigkeit, deren Versicherungsfall außerhalb der Tätigkeit als Unternehmer eingetreten ist. Ist der Versicherungsfall infolge einer Tätigkeit als Unternehmer eingetreten, richtet sich das Verletztengeld nach dem Jahresarbeitsverdienst.

Bei der Ermittlung des Regelentgelts ist das Arbeitseinkommen aus dem letzten Kalenderjahr vor dem Beginn der Arbeitsunfähigkeit oder der Maßnahme der Heilbehandlung zu berücksichtigen, indem der entsprechende Betrag durch 360 geteilt wird. Eine Begrenzung auf das Nettoeinkommen ist nicht vorgesehen. Das Regelentgelt aus dem Arbeitseinkommen ist ggf. neben dem Regelentgelt aus erzieltem Arbeitsentgelt für die Ermittlung des Verletztengeldes zu berücksichtigen.

 
Praxis-Tipp

Nachweis des Arbeitseinkommens bei Selbstständigen

Das Arbeitseinkommen wird durch einen Einkommensteuerbescheid nachgewiesen. Bis zu dessen Vorlage kann ein Vorschuss gezahlt werden.

Ein Einkommensteuerbescheid kann in schriftlicher oder elektronischer Form erteilt werden.

Beide Formen haben die gleichen Inhalte und entfalten dieselbe rechtliche Bindungswirkung als Einkommensnachweis bei Behörden.

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