Nachhaltigkeitsfaktor / 1 Rentnerquotient

Hauptelement des Nachhaltigkeitsfaktors ist die Veränderung des Rentnerquotienten (RQ), d. h. des Verhältnisses von Rentenempfängern zu Beitragszahlern.

Um Verzerrungen aufgrund geringfügiger Beitragszahlungen bzw. Rentenleistungen zu vermeiden, wird auf die Anzahl der "Äquivalenzrentner" (äRentner) und der "Äquivalenzbeitragszahler" (äBeitragszahler) abgestellt:

  • Die Anzahl der Äquivalenzrentner ergibt sich aus der Division des Gesamtrentenvolumens durch eine Regelaltersrente mit 45 Entgeltpunkten (Standardrente). Das Gesamtrentenvolumen umfasst dabei nur die Renten und Rententeile, die nicht durch den Bund erstattet werden.[1]
  • Die Anzahl der Äquivalenzbeitragszahler wird errechnet, indem das Gesamtvolumen der Beiträge aller in der Rentenversicherung versicherungspflichtig Beschäftigten, der geringfügig Beschäftigten und – um die Situation auf dem Arbeitsmarkt abzubilden – der Bezieher von Arbeitslosengeld durch das Durchschnittsentgelt nach Anlage 1 SGB VI dividiert wird.

Bis zur Herstellung einheitlicher Einkommensverhältnisse im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland wird sowohl die Anzahl der Äquivalenzrentner als auch die Anzahl der Äquivalenzbeitragszahler für die alten und neuen Bundesländer getrennt ermittelt. Der Rentnerquotient wird dann mit den jeweils summierten Werten für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland einheitlich berechnet.[2]

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